Manilla Road - Spiral Castle

Review

Donnerstag, 26.Juli 2018: MANILLA ROAD spielen als Co-Headliner auf dem Headbangers-Open-Air, Brande-Hörnerkirchen, in Schleswig-Holstein. Der Tag und der Abend verlaufen völlig normal, Mark Shelton und seine Mannen sitzen vor der Show bei einer Autogrammstunde, stehen im Laufe des Abends ganz normal auf der Bühne, bevor MORGANA LEFAY den Festivaltag zu Ende bringen. Irgendwann in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wird Mark ins Itzehoer Krankenhaus gebracht, wo er mit gerade einmal 60 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts verstirbt. So endet der zweite Teil der Geschichte einer außergewöhnlichen Band, welche als Mitbegründer des Genres Epic Metal gelten. Das Release von “Spiral Castle“ steht gemeinsam mit “Atlantis Rising“ für den Beginn des zweiten Teils der Bandgeschichte von MANILLA ROAD.

Spiral Castle – Im Zeichen des Neubeginns

Wenn man über Werke von MANILLA ROAD spricht, dann fallen Namen wie “Open The Gates“, “Mystification“ und allen voran “Crystal Logic“. 2002 kam “Spiral Castle“ auf den Markt, welches eigentlich die erste Scheibe der Neugründung von MANILLA ROAD ist. Das 2001er Langeisen “Atlantis Rising“ war als Solo-Projekt von Mark Shelton angedacht. Das Label nutzte jedoch den Namen MANILLA ROAD, um eine größere Zielgruppe am Markt anzusprechen. So wurde aus dem Mark Shelton Projekt CIRCUS MAXIMUS die Neugründung von MANILLA ROAD.

Das Material zu “Spiral Castle“ stammte zum Teil aus den 90ern und wurde für die Aufnahmen neu arrangiert. Dabei erhielt der ein oder andere Track einen neuen Namen, so z.B. auch der Titeltrack “Spiral Castle“, der eigentlich “White Goddess“ hieß. Weiterhin beinhaltet das aktuelle Re-Release den Bonustrack “Throne Of Lies“, welcher erstmals auf dem 2012er Re-Release veröffentlicht wurde.

Nach dem instrumentalen Opener zeigt der Titeltrack “Spiral Castle“ warum MANILLA ROAD eine Lücke in den 90ern hinterließ. Mark Shelton und seine Mitstreiter zeigen über etwas mehr als acht Minuten ihre Stärken und liefern einen klassisch-epischen Metaltrack mit rauem Charme. Das hohe Niveau kann jedoch nicht gehalten werden. Die beiden Nachfolger “Shadow“ und “Seven Trumpets“ fallen gegenüber dem Titeltrack ab.

So ist auf “Spiral Castle“ eine recht große Bandbreite zu finden und es entwickelt sich eine Berg- und Talfahrt. Orientiert man sich mit “Throne Of Lies“ oder “Born Upon The Soul“ wieder nach oben, folgen mit “Merchants Of Death“ und “Sands Of Time“ umgehend der Weg zurück ins Tal. Allen voran kann der Wechselgesang zwischen Bryan Patrick und Mark Shelton nicht immer überzeugen. Gleiches gilt für die ausufernden instrumentalen Passagen, die teilweise zu sehr ins Progressive rutschen und so nicht die Bissigkeit haben, welche man bei den Klassikern der 80er hörte.

Berg- und Talfahrt in der Phase der Neugründung

Das 2002er Werk weißt nicht nur bezüglich des Bandbesetzung Ähnlichkeiten zu seinem Vorgänger “Atlantis Rising“ auf. Die Lücke, welche MANILLA ROAD seit mehr als 10 Jahren hinterlassen hatten, wurde zwar wieder geschlossen, allerdings reicht der Output nicht an die Großtaten der 80er heran. Musikalische Großtaten wären keine Großtaten, wenn diese dauerhaft zu produzieren wären. “Spiral Castle“ ist ein solides, gut hörbares Machwerk, welches die neue Formation von MANILLA ROAD um Mark Shelton mit Stärken und Schwächen zeigt.

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19.03.2021

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