My Dying Bride - The Manuscript

Review

Galerie mit 39 Bildern: My Dying Bride auf dem Summer Breeze Open Air 2016

Gerade einmal sieben Monate nach ihrem letzten Output “A Map Of All Our Failures“ melden sich die britischen Trauerweiden MY DYING BRIDE mit einem neuen Lebenszeichen zurück. Die EP “The Manuscript“ setzt dabei genau dort an, wo das letzte Langeisen endete und zeigt die Band in einem mächtigen aber trotzdem leicht progressiven Gewand, bei welchem mal wieder vor allem die Emotionen groß geschrieben werden.

Gleich zu Beginn überrascht das Titelstück mit einer ein wenig Hoffnung spendenden Melodielinie und auch Aarons Gesang gibt Kraft und lässt die Welt nicht ganz so grau erscheinen. Dies mag zwar in Anbetracht der Band etwas seltsam klingen, doch im Verhältnis zu den anderen Songs ist “The Manuscript“ doch eher verträumt und positiv eingestellt. Am ehesten lässt sich somit ein Vergleich zu “A Line Of Deathless Kings“ aufbauen, was aber in keinster Weise bedeutet, dass die Briten beginnen würden, von sich selbst zu klauen. Doch diese anfänglich positive Stimmung verfliegt jedoch ganz schnell mit den restlichen Stücken und die Band erstickt den Hörer mit der allzu geliebten Dunkelheit, Trauer und Frustration. Sei es das raue “Var Gud Over Er“, welches eher auf fiese Growls setzt oder das elegische “Only Tears To Replace Her With“: MY DYING BRIDE liefern mit jeder Note genau den Stoff ab, welchen sich ihre Fans wünschen. Mit dem übergroßen “A Pale Shroud Of Longing“ beweisen die Jungs uns dann ein weiteres Mal, dass sie völlig zurecht zu den Meistern des Doom Metal gehören, denn hier stimmt einfach alles. Seien es die verzweifelten Gitarrenleads, die erdrückenden Riffs oder der verzweifelte Gesang, schöner kann Trauer einfach nicht sein!

Von einem Schnellschuss kann also bei dieser EP auf keinen Fall geredet werden und jeder, der MY DYING BRIDE kennt, weiß, dass bei diesen Musikern der qualitative Anspruch immer gewährleistet ist. Somit ist auch “The Manuscript“ wieder eine Achterbahnfahrt der Gefühle und bietet in den knapp 30 Minuten genug Melancholie, Dunkelheit und Trauer, um die Zeit bis zum nächsten Album zu überstehen.

20.05.2013

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