Night Demon - Darkness Remains

Review

Galerie mit 16 Bildern: Night Demon auf dem Summer Breeze Open Air 2017

NIGHT DEMON haben mit “Curse Of The Damned” ein saustarkes Debütalbum hingelegt, das im Januar 2015 ein frühes Jahreshighlight darstellte. Zwei Jahre später liegt mit “Darkness Remains” der Nachfolger auf dem Tisch. Wer den Erstling mochte, wird sich hier direkt heimisch fühlen.

Denn ihr Erfolgsrezept variieren die drei Amis nur dezent. Wieder gibt es Heavy Metal, der klassischer kaum sein könnte. Ein ums andere Mal erinnert die Mucke auf “Darkness Remains” an die frühen Tage der New Wave Of British Heavy Metal. Auffällig ist allerdings die gesangliche Steigerung von Basser Jarvis Leatherby gegenüber der Vorgängerplatte. Schon im Refrain des eröffnenden “Welcome To The Night” stößt er in überraschende Höhen vor. In “Hallowed Ground” hingegen legt er eine ungeahnte stimmliche Aggression an den Tag. Das Riffing hingegen schlägt in eine ähnliche Kerbe, wie auf dem Vorgänger. Neu-Axtschwinger Armand John Anthony erweist sich dabei als echter Glücksgriff. Denn die Gitarrensoli gestalten sich wesentlich virtuoser als bisher. In “Maiden Hell” garniert er seine coolen Riffs mit einer Menge Effekten und streut immer mal wieder das ein oder andere geschmackvolle Lick ein. Dadurch sind die Songs wesentlich verspielter als auf “Curse Of The Damned”.

NIGHT DEMON mögen es kurz und schmerzlos

Zudem ist das “Darkness Remains”-Material äußerst kompakt geraten. Die meisten Songs gehen straight nach vorne. Epischere Klänge gibt es nur noch selten. “Stranger In The Room” beweist, dass NIGHT DEMON ihr Gespür für hymnische Midtempo-Stampfer trotzdem nicht verloren haben. Was das Trio dabei immer von anderen Retro-Kapellen abhebt, ist der Fokus auf die kauzige Seite der NWoBHM. IRON MAIDEN-Leads gibt es quasi keine. Stattdessen geht es rau und ungehobelt zur Sache. Der Mitsingrefrain ist natürlich immer am Start. Eingängig sind NIGHT DEMON zu jeder Zeit. Auf der anstehenden Europatour wird sich das Publikum wohl sehr textsicher zeigen, so schnell wie sich “Black Widow” oder “Dawn Rider” in die Gehörgänge fressen. “Flight Of The Manticore” stellt aber unmissverständlich klar, dass die Band nicht auf catchy Gesänge angewiesen ist. Durch eine Reihe cooler Breaks und wiederkehrende Motive auf der Gitarre, überzeugt auch der Ausflug in die Instrumentalregion. Und das abschließende, balladeske Titelstück zeigt dann doch noch, dass auch die groß angelegte Epen im Repertoire der Band ihren Platz haben.

Klar, eine Revolution ist “Darkness Remains” in keinem Fall. Auch haben sich NIGHT DEMON in Sachen Weiterentwicklung eher zurückgehalten. Aber ist das verdammt gut so! Denn das Erfolgsrezept des Debütalbums funktioniert auch beim zweiten Anlauf perfekt, ohne dabei ins Stolpern zu geraten.

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14.04.2017

"Irgendeiner wartet immer."

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