Der Weg Einer Freiheit
"Innern"-Release Tour 2025

Konzertbericht

Billing: Der Weg Einer Freiheit und Heretoir
Konzert vom 30.09.2025 | Schlachthof, Wiesbaden

Mit ihrem aktuellen Album „Innern“ werden DER WEG EINER FREIHEIT, wenn nicht an manchen Stellen schon geschehen, den nächsten Schritt machen. Von den teilweise noch überschaubaren Bühnen zum größten Niveau, was dieser Tage mit weitgehend sortenreinem Black Metal machbar ist. Jede Wette. Zur Release-Tour gemeinsam mit HERETOIR ist die hessische Anlaufstelle noch das Kesselhaus des Wiesbadener Schlachthofes, welches bis zum Erdrücken gefüllt ist. Außen warten einige vergeblich auf noch irgendwo abfallende Tickets. Ausverkauft.

Zwischen Post-Rock, Doom- und Black Metal

Dabei hat nicht nur der Würzburger Hauptact einen neuen Langspieler am Start, sondern auch HERETOIR, die direkt mit dem Opener ihrer neuen Scheibe „Solastalgia“ beginnen. Auch wenn sich das Soundbild anfangs noch ein bisschen legen muss, offenbaren die post-rockigen Elemente in Kombination mit schwerfälligen Doomrhythmen und dem schwarzmetallischen Grundcharakter eine verführerische Melancholie. Zentrale Figur des Auftritts ist Frontmann David Conrad, der ein großes Facettenreichtum an den Tag legt und von Klage, über Aggression bis hin zu tiefer Einfühlsamkeit alles über die Stimme abgebügelt bekommt. Kurz bevor der Auftritt droht, leichte Längen bekommen zu können, tauscht Drummer Nils Groth mit Toby Schuler, der eigentlich erst mit DER WEG EINER FREIHEIT auf der Bühne stehen sollte. Was der erfahrene Schlagzeuglehrer für eine wahnwitzige Intensität aus „Golden Dust“ herauspowert, lässt vor dem Titeltrack das neuen Albums zum Abschluss noch einmal aufhorchen.

Setlist:

01. The Ashen Falls
02. Wastelands
03. Twilight Of The Machines
04. Golden Dust
05. Solastalgia

Eigentlich ist es im Kesselhaus inzwischen so warm, dass sich die Schweißperlen bereits ihren Weg an der Wirbelsäure vorbei bahnen, doch beim industriell kalten Einstand von „Marter“ gefriert bei den ersten harten Gitarrenanschlägen das Blut in den Adern. Inzwischen steht da längst keine Studenten-Black-Metal-Band mehr auf der Bühne, die seinerzeit auch wesentliche Zielscheibe für Hipster-Vorwürfe war, sondern eine erwachsene, unaufgeregte Truppe, die, trotz erbarmungsloser Durchschlagskraft, schlicht sympathisch wirkt. „Immortal“ ist der musikalische Beweis, dass der Wechsel von Nikita Kamprad ans Mikrophon seit „Stellar“ alles andere als ein Fehler war. Wie auf ihren Alben auch, gelingt es DER WEG EINER FREIHEIT, auch ihre Live-Shows so zu gestalten, dass es dauerhaft kribbelt und ein Spannungsbogen klar erkennbar ist.

Stahleskälte und Schweißperlen

Nach der energetischen Entladung namens „Eos“, folgt mit „Finisterre II“ der erste Einspieler vom Band. Aus dem Nebel kehren die Protagonisten wie schemenhafte Gestalten zurück und haben mit „Monument“, „Ruhe“ und „Aufbruch“ noch einen Querschnitt ihres großartigen Schaffens mitgebracht. Angetrieben durch das mechanische Uhrwerk hinter den Kesseln, wird schon deutlich, dass „Innern“ deutlich stärker durch Effekte akzentuiert wird, als es noch bei den früheren Werken der Fall war, doch die Klasse von DER WEG EINER FREIHEIT bedingt die Beherrschung beider Welten, sodass der erneut mit Klargesang durchsetzte Schlusspunkt „Forlorn“ einer vergleichbaren Wirkung wie auf dem Album nachkommt: ein letztes Drehen der Klinge in der noch brennenden Wunde. „I don’t wanna know if anybody’s hurt“…

Setlist:

01. Marter
02. Xibalba
03. Immortal
04. Einkehr
05. Vergängnis
06. Eos
07. Monument
08. Ruhe
09. Aufbruch
10. Forlorn

02.10.2025

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