Black Listed Friday
Die 6+6+6 der Woche

Special

Der „Black Listed Friday“ Nr. 32 rückt die Instrumente in den Mittelpunkt. Das bedeutet, dass die „6+6+6 der Woche“ einmal mehr instrumentalisiert werden – für die Verbreitung existenziellen Wissens.

Wie immer operiert metal.de verlässlich mit Fakten. Keine Ursache.

Die 6 Gründe für die Sechssaitige

1. Das Potenzial für Schädelspaltung UND Nackenbruch
2. Verdeckt unterhalb von Prog-Rock recht zuverlässig die Region unterhalb des Gürtels
3. Das Solo von Mark Knopfler in diversen Live-Versionen von „Sultans Of Swing“, bei denen zumindest Nicht-Musiker:innen gleichzeitig von der vermuteten technischen Finesse und der eleganten Komposition beeindruckt sind und dann temporär von Nackenbruch und Schädelspaltung abzusehen vermögen, es kann ja auch per Kopfhörer sein und ohne die eigene Peer-Group zu informieren
4. Optik (→ Flying V etc.)
5. Criss Oliva, Randy Rhoads sowie Trevor Peres
6. Die Ermöglichung von Rockmusik

Die 6 Fälle, in denen prinzipiell inakzeptable Instrumente Vertretbares tun

1. Sackpfeife bei AC/DC (→ „ It’s a Long Way to the Top (If You Wanna Rock ’n’ Roll)“)
2. ungezähmter Teil der Fauna, der vom Menschen nicht in die kulturelle Verwertungsmaschine gezwungen und durch Domestizierung bedroht werden sollte, bei DARKTHRONE (→ Nocturno Culto bis vor einigen Jahren)
3. Gegeige/mitunter Geflöte bei SKYCLAD (→ 90er)
4. Getröte bei GHOST (→ „Miasma“)
5. SKA – Gerade im Sommer, wenn sogar verzerrte Gitarren dabei sind und das Ganze in Richtung SKA-Core, der Teufel und mehr geht (→ MIGHTY MIGHTY BOSSTONES) oder wenn er nicht zu hektisch ist (→ MR. REVIEW) und/oder ausschließlich zum Ziel hat, auf dem Ballermann eine Klangkatastrophen-Halfpipe zu errichten
6. Keyboard beim Neonfarben-Miami-Vice-Airbrushdelphin-AOR (→ 80er)

Die 6 Fälle, in denen prinzipiell vertretbare Instrumente Inakzeptables tun

1. Mittelalter-Metal (→ Genre)
2. Mittelalter Metal (→ ca. 2000 – 2010)
3. Neueinspielung von Klassikern mit der aktuellen Besetzung: „technisch ganz andere Möglichkeiten und Fähigkeiten“, „endlich der Sound, den wir immer haben wollten“, neue und spannende Details in den Songs“ (→ „Let There Be Blood“, „The Final Sign Of Evil“ etc.)
4. Kreuzfahrten durch die Karibik
5. CLAWFINGER
6. Bass (→ Lemmy, Phil Lynott, Shane Embury etc.!) auf „… And Justice For All“

03.07.2026

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4 Kommentare zu Black Listed Friday - Die 6+6+6 der Woche

  1. turbohorst sagt:

    Clawfinger🤣. Weil ich’s gerade heute morgen wieder gehört habe, fällt mir zum gegenteiligen Fall noch das Akkordeon ein (sehr schön in Nebelwand von Omega Massif eingesetzt).

  2. doktor von pain sagt:

    Über den letzten Punkt ließe sich vielleicht streiten: Das hieße ja, das prinzipiell vertretbare Instrument Bass (das beste Instrument von allen, das ist wissenschaftlich erwiesen) würde auf „…And Justice For All“ etwas Inakzeptables tun. Na ja, der tut da einfach gar nichts – beziehungsweise ist er nicht zu hören. Man hört auf dem Album aber auch keine Harfe, kein Glockenspiel oder überhaupt kein Instrument, das nicht eine Gitarre oder ein Schlagzeug ist.

  3. turbohorst sagt:

    …und man muss ja auch sagen, dass der Bass auf AJFA den isolated Tracks (YouTube) nach für sich gesehen auch eigentlich ziemlich knorke ist. Finde ich jedenfalls.

  4. doktor von pain sagt:

    Metallica hatte auch immer gute Bassisten. Im Gegensatz zu dem Schlagzeuger.