Dread Sovereign
Interview mit Alan Averill zu "Pray To The Devil In Man"

Interview

Dread Sovereign

Mit DREAD SOVEREIGN hat Alan Averill, auch bekannt als A.A. Nemtheanga ein weiteres Betätigungsfeld neben TWILIGHT OF THE GODS sowie PRIMORDIAL aus der Taufe gehoben, um dem traditionellen, okkultem Doom / Heavy Metal zu frönen. Dabei zeigt sich die EP „Pray To The Devil In Man“ als kompromisslos roh, authentisch und charakteristisch, finsterer Achtziger-Jahre-Underground-Metal durch und durch. Was dahintersteckt, klärten wir mit Alan.

Dread Sovereign

Wann und wie kam es zu der Idee, DREAD SOVEREIGN zu gründen?

Das liegt tatsächlich schon einige Jahre zurück. Ich spielte mit einigen Leuten hier und da, aber es begann wirklich damit, da Simon (O’Laoghaire, Schlagzeuger von PRIMORDIAL, Anmerk. d. Verf.) und ich nicht viel mit PRIMORDIAL probten und wir fit bleiben und zusammenarbeiten wollten. Langsam fügte ich einige Riffideen zu Songs zusammen. Auf unseren Gitarristen Bones stießen wir fast zufällig, und vor ca. einem Jahr begannen wir, gemeinsam als Band zu jammen. Diese Ideen geisterten schon einige Jahre in meinem Kopf umher, und es war nun Zeit, diese rauszulassen. 

Welche Intention hattet ihr, mit der Band loszulegen?

Einfach die Ideen, welche ich in mir hatte öffentlich zu machen. Wir wollten Old School, böse und dreckig klingenden Doom / Heavy Metal machen. Nichts mehr und nichts weniger. Es ist nicht PRIMORDIAL, es klingt nicht so und ist auch nicht an dieselben Beschränkungen gebunden, es ist nicht einmal ein Versuch wirklich originell zu sein, wenn so sein sollte ist das in Ordnung, aber ich mache mir darüber keine Sorgen.  

Eure erste Veröffentlichung „Pray To The Devil In Man“ ist fantastischer Doom Metal. Woher stammt eure Inspiration hierfür? Wer hat die Songs geschrieben, und in welcher Zeit entstanden diese?

Ich habe die gesamte Musik als auch die Songtexte geschrieben. Einige der Riffs existieren in bestimmter Form seit ca. 10 Jahren, einige wurden buchstäblich eine Woche vor den Aufnahmen geschrieben. Ich bin auf keinen Fall ein besonders vollendeter Gitarrist, aber ich weiß, was ich erreichen möchte. Die Inspiration sind Bands wie CIRITH UNGOL, MANILLA ROAD, SAINT VITUS, CELTIC FROST, BATHORY und PAGAN ALTAR.

Ich habe gelesen, dass die Aufnahmen zu „Pray To The Devil In Man“ in lediglich 10 Stunden entstanden sind. Stimmt das?

Ich mache einfach nicht rum. Wir haben alles in ca. 6 Stunden Live aufgenommen, und am folgenden Wochenende in vier bis fünf Stunden gemixt. Arbeite hart, wenn du es musst, und verschwende keine Zeit mit sinnlosen Diskussionen und Verbesserungen, welche nicht verbessert werden müssen. Ich bin inzwischen ein alter Hase, was Aufnahmen anbelangt, ich konzentriere einfach meine Energie auf die richtige Weise.

Dread Sovereign

Kommen wir zu den Songtexten. Welche Bedeutung steckt hinter dem Song „Pray To The Devil In Man“?

Ich wollte einfach einen anderen Blickwinkel von allem, was ich vorher geschrieben hatte. Die Texte haben religiöse und blasphemische Themen, okkulte mysteriöse Inhalte. Geschrieben in der traditionellen Sprache des Metals aber ich versuche sie auf aktuelle historische Themen zu basieren. 

„Thirteen Clergy To The Flames“ handelt von der Verbrennung von Menschen in der Kirche in Orléans im Jahr 1022. Bitte erzähle uns mehr von dieser Geschichte!

Ich bin fasziniert von der Geschichte der Katharer im Languedoc in Frankreich, und diese Erzählung basiert auf den allerersten Verbrennungen aufgrund Ketzerei durch die Inquisition! Die Kirche von Saint Albi brannte im Jahr 666 ebenfalls ab! Das ist wie gemacht für eine Metal-Band!

„We Weild The Spear Of Longinus“ schließlich muss mit der Kreuzigung von Jesus zu tun haben?

Etwas hat es damit zu tun. Der Speer von Longinus ist der mystische Speer, welcher die Seite von Jesus durchbohrte. Der Songtext schaut auf die Kreuzigung durch die Augen des Soldaten, welcher den Speer führte und seine mystische okkulte Kraft welche die Menschen über die Jahrhunderte fixiert hat. 

Bist du sehr fasziniert von religiösen Themen?

Natürlich. Das ist ein neuer Blickwinkel für mich, auch wenn man in Betracht zieht, über was ich für gewöhnlich schreibe. Ich wollte DREAD SOVEREIGN mehr im Stil des traditionellen Old School Metal, aber gleichzeitig den Texten eine seriöse Grenze geben. Sie sind weder Fantasy noch folkloristisch. Sie handeln wieder mit unserer Beziehung zum Bösen, zu dem Okkulten, und alles geschrieben mit blasphemischen Klang.

Ich habe gelesen, dass ihr auch ein komplettes Album aufnehmen werdet. Was kannst du uns hierüber erzählen, und wann wird es veröffentlicht?

Ich hoffe im Februar über Van Records! Es wurde vor ca. 8 Tagen in Dublin mit Ola Ersfjord, der auch das DEAD LORD Album aufgenommen hat,  fertig gestellt, das Mastering wurde von Gomez im Oregone Studio erledigt, und das Coverartwork stammt von Costin Chioreanu von Twilight Media. Der Klang ist gewaltig und ich denke, wir werden viele Leute überraschen. Es klingt heavy und böse! 

Werdet ihr auf Tour gehen – vielleicht sogar in Deutschland?

Ich hoffe es! Es sind hier und da schon einige Shows geplant und ich hoffe, wir können in den kommenden Monaten noch einiges hinzufügen.

Was habt ihr als nächstes geplant mit DREAD SOVEREIGN?

Wie ich schon vorher sagte ist das Album kurz vor der Komplettierung und die Veröffentlichung erscheint nun fern am Horizont. Es hat Jahre über Jahre in meinem Kopf gefault, also ist es sehr gut nahe dran zu sein, dass nun alles veröffentlicht wird.

Was gibt es Neues von deinen anderen Bands?

PRIMORDIAL bewegen sich langsam darauf zu, im frühen Sommer nächsten Jahres ein neues Album aufzunehmen. Wir werden auf einigen Festivals spielen und schauen, dass wir Ende 2014 auf Tour gehen. Der Zug fährt weiter!

TWILIGHT OF THE GODS waren zusammen mit ROTTING CHRIST in Europa auf Tour, was sehr gut angekommen ist. Wir werden auch auf einigen Festivals spielen und wir sprechen darüber, neue Songs zu schreiben. Keine Ruhe für das Böse!

Vielen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören dir!

Pray To The Devil In Man! Doom!

18.12.2013

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

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