Restless Spirit
Wir prügeln uns untereinander oder begehen Verbrechen.

Interview

RESTLESS SPIRIT bündeln auf ihrem vierten Album „Restless Spirit“ ihre Stärken. Wir sprachen darüber im Interview mit Sänger/Gitarrist Paul Aloisio.

Ihr habt ein neues, selbstbetiteltes Album herausgebracht, das vierte eurer Karriere. Wie kam es zu der Idee, es nach der Band zu benennen?

Wir waren der Meinung, dass dieses Album sowohl eine neue Ära für die Band einläutet als auch den Höhepunkt all unserer unterschiedlichen Sounds aus den vergangenen Jahren darstellt. Wir haben alles, was wir auf den drei vorherigen Alben und zahlreichen EPs gelernt haben, genommen und all diese Elemente zu dem destilliert, was uns unserer Meinung nach sowohl musikalisch als auch als Menschen am besten repräsentiert.

Wo seht ihr die Unterschiede zwischen diesem Album und euren früheren Veröffentlichungen? Wie sah der Songwriting-Prozess aus und hat er sich mit dem neuen Album verändert? Wie haben sich die Songs im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt?

Unser Songwriting-Prozess war derselbe wie immer. Wir setzen uns einfach in einen Raum und jammen. Wir mögen es, wenn die Songwriting-Sessions wie ein Bewusstseinsstrom ablaufen. Ich stelle mir das gerne so vor, als käme die Musik zu uns, anstatt dass wir sie erschaffen. Hippie-Kram, ich weiß. Ich denke, dieses Album hat viel mit unseren früheren Veröffentlichungen gemeinsam, aber wir haben versucht, das Überflüssige wegzulassen und uns auf das zu konzentrieren, was die Band für uns besonders macht.

Es gibt unendlich viel Musik da draußen und nur eine Handvoll Noten und Akkorde. Wie schafft ihr es, einzigartig klingende Riffs und Songs zu kreieren?

Wir spielen einfach und hoffen, dass etwas Cooles dabei herauskommt. Es geht mir nicht darum, einzigartig zu sein oder aufzufallen. Mir geht es nur darum, die Musik zu machen, die wir hören wollen.

Was macht ihr, um euch inspirieren zu lassen, wenn ihr mal einen schlechten Tag habt?

Wir prügeln uns untereinander oder begehen Verbrechen. Wenn das nicht hilft, machen wir eine Pause und gehen was essen.

Wie habt ihr die Singles ausgewählt, die vor dem Album veröffentlicht werden? Hattet ihr das Gefühl, dass diese Songs das gesamte Album am besten repräsentieren?

Wir haben die Songs ausgewählt, die sozusagen am meisten auf den Punkt waren. Ich denke, sie repräsentierten einen Aspekt des Albums, aber wir wollten die progressiveren und experimentelleren Stücke für die vollständige Veröffentlichung aufheben.

Hast du Lieblingssongs oder -momente auf dem Album?

Ich finde es ziemlich cool, wie „Desire Lines“ nach dem Intro voll einsetzt. Ich habe diese Gesangslinien im Grunde geschrien. Es ist heftig. Das ist vielleicht mein Lieblingssong auf der Platte.

Worum geht es in den Texten?

Das Leben ist voller Traurigkeit und Tragödien… Lass dich davon nicht verschlingen. Finde einen besseren Weg. Komm auf gesunde Weise darüber hinweg.

Für mich ist der Charakter eures neuen Albums das Gefühl der Beharrlichkeit in Kombination mit einer Reduzierung der Musik auf den Kern von RESTLESS SPIRIT, eine neue Ebene der Klarheit.

Da stimme ich zu!

Was kannst du uns über die Albumaufnahmen erzählen? Was waren die Herausforderungen?

Wir arbeiten im Studio äußerst effizient. Wir kommen gut vorbereitet und trödeln nicht unnötig herum. Wenn wir bereit für die Aufnahmen sind, haben wir die Songs bereits bis zum Gehtnichtmehr als Demos aufgenommen und ausprobiert. Daher ändert sich zwischen den Demoversionen und dem Endprodukt nicht viel, abgesehen von einem enormen Qualitätssprung.

Die einzige wirkliche Herausforderung war, dass ich mir am achten und letzten Tag die Stimme ruiniert habe. Deshalb wurden alle Gesangsaufnahmen für „Desolation’s Wake“ bei mir zu Hause aufgenommen und dann ins Studio geschickt – aber ich glaube nicht, dass man einen Unterschied im Klang wirklich hören kann.

Wie sind die Reaktionen bisher?

Einfach unglaublich! Wir sind sehr dankbar.

Welches eurer vier Alben würdet ihr einem neuen Fan empfehlen und warum?

Dieses hier, weil ich finde, dass die Klangqualität am besten ist. Es ist am leichtesten zu hören. Aber auf „Blood Of The Old Gods“ haben wir unseren eigenen Sound wirklich gefunden. Fang also mit einem dieser beiden an und hör dir dann den Rest an, wenn dir gefällt, was du hörst.

Eure Band blickt auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück, vor allem zwischen dir und Marc Morello. Wie prägt diese lebenslange Verbindung heute eure Chemie beim Songwriting?

Das macht alles super einfach, weil wir über alles ehrlich und offen reden können. Gusmo, unser Schlagzeuger, ist, glaube ich, auch schon seit etwa 15 Jahren Teil unseres Lebens, also sind wir alle gute Freunde und das macht die Sache zu einem Kinderspiel. Es gibt keine Egos oder Machtkämpfe.

Ihr werdet bald mit GOZU durch Nordamerika touren. Was sind eure Erwartungen an die bevorstehende Tour? Plant ihr auch, in Deutschland zu spielen?

Das würde ich sehr gerne. Touren in Übersee ist teuer. Aber wenn ihr wollt, dass wir rüberkommen, lasst ein paar Veranstalter auf uns zukommen, und wir kommen!

Unsere Erwartungen an die Tour mit GOZU sind, dass die Leute kommen und etwas hören, das sie berührt, und dass sie eine gute Zeit haben.

Was habt ihr für die nahe Zukunft geplant?

Auf jeden Fall mehr Alben. Wir lieben es, kreativ zu sein. Das liegt uns im Blut. Und natürlich mehr Tourneen.

Vielen Dank für das Interview! Das letzte Wort gehört dir!

Bleibt in der Schule, ruft eure Eltern an, lasst kein schmutziges Geschirr im Spülbecken stehen und kauft jedes einzelne unserer Alben mindestens zweimal. Wir sehen uns auf Tour!

19.05.2026

Geschäftsführender Redakteur (stellv. Redaktionsleitung, News-Planung)

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