3 Inches Of Blood - Advance And Vanquish

Review

Neulich in Schwermetallhausen: Es wird langsam Tag. Die Krieger erheben ihre geschundenen Glieder, um erneut einige Stunden ihres mühevollen Lebens die Fahne des Metalls hochzuhalten und zu verteidigen. Und während die Erwachsenen ruhmreiche Kriege schlagen, zieht ein kleiner Junge nicht in die Schlacht, sondern plagt sich in der qualvollsten aller Höllen. Der kleine Junge geht also tatsächlich in die Schwermetall-Schule. Heute steht die Echtmetall-Stunde auf dem Lehrplan. Der kleine Junge ist nervös, denn er weiß, dass der ergraute Obermetallmeister ihn zur mündlichen Prüfung fordern wird. So betritt er nun mit mulmigem Gefühl den Stahlraum, um sich der Aufgabe zu stellen…

Oberlehrmeister: „Referiere über die 3 Inches Of Blood und ihre „Advance And Vanquish“-Scheibe!“

Schüler: „Öh … naaa…“

Oberlehrmeister: „Beginne doch mal mit der Einordnung.“

Schüler: „Metall, also ursprüngliches Metall halt.“

Oberlehrmeister: „Was weiß man über die Band?“

Schüler: „Ja, also die sind aus Amerika, haben mal im Vorprogramm von The Darkness gespielt, betonen aber, dass sie das Ganze durchaus ernst meinen. Und von den Medien werden sie überwiegend als das nächste Ding nach Hammerfall gefeiert, weil sie Stahl klassischer Ausprägung schmieden.“

Oberlehrmeister: „Und die Musik?“

Schüler: „Knallig-schneller, purer Heavy Metal, der sich an die alte Schule anlehnt. Gesanglich hat man dabei einen extrem hoch kreischenden Sänger an Bord, der Vergleiche mit Mr. Halford, Udo Dirkschneider und dem Diamantenkönig provoziert. Zudem gesellen sich noch diese deathigen Growls hinzu, welche bereits im Metalcore Einzug gefunden haben.“

Oberlehrmeister: „Schön. Was kannst du zu weiteren Beteiligten sagen?“

Schüler: „Hier hat man einige hochkarätige Namen verpflichtet. Da ist zum Beispiel mit Neil Kernon ein Producer, der unter anderem aufgrund seiner Zusammenarbeit mit Judas Priest bekannt ist. Der Engineer hat für Machine Head und Co. gearbeitet, während Ed Repka für die frühen Megadeth-Werke den Pinsel schwang.“

Oberlehrmeister: „Gut, gut. Abschließend noch eine persönliche Einschätzung.“

Schüler: „Joa, obwohl eigentlich alles im grünen Bereich ist, hat’s mich persönlich nicht so vom Hocker gehauen. Die Songs wollen auf Konserve einfach nicht wirklich zünden, es mangelt an tollen Melodien und abgesehen von ’Deadly Sinners’ auch überwiegend an sonderlich einprägsamen Refrains. Damit sind 3 Inches of Blood die Caliban des traditionellen Metal – schließlich macht man seine Sache handwerklich ziemlich gut, auf Dauer hat man aber die Tendenz leicht nervig zu werden.“

Oberlehrmeister: *grummel*

Schüler: „Ach, Herrn Repkas Arbeiten für „Peace Sells…“ und so haben mir übrigens auch besser…“

Oberlehrmeister: „Rrraaaaauuuss!“
Den Song „Deadly Sinner“ gibt es übrigens unter
www.roadrunnerrecords.de als freien Download.

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20.03.2005

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3 Kommentare zu 3 Inches Of Blood - Advance And Vanquish

  1. darcadian sagt:

    Also mal ehrlich. Was haben alle Leute bloß gegen diese wahnsinnsplatte?? Is doch genial das Teil. Und wie kann man es wagen zusagen da wären keine Meldoien?? Melodischer gehts nimmer, oder ich muss mir eben Schwuchtelmetal ala Hammerfall anhören. Allein bei dem Vergleich rollen sich mir die Fußnägel auf.
    Heavy Metal is nicht gleich Heavy Metal. Das hier is cool, hart, schnell bischen unernst lustig. Achso, auchd er Gesangsvergleich ging wohl hier etwas in die Hose; weil wenn zuvergleichen, dann mit Accept oder eben AC/DC. Also für alle die gerne Metal hören, es nicht leiden könenn wenn einer ohne Eier trällert, aber auch kein blödes BM-Gekeife oder Grunzer haben wollen, sollten sich genau diese Scheibe anhören.

    9/10
  2. Anonymous sagt:

    Ich hör nicht mehr sehr viel "reinen" Heavy Metal, aber 3 Inches of Blood gefallen mir sehr! Geiler Gesang und Songs die im Ohr bleiben.

    9/10
  3. hansueli666 sagt:

    Ich finde die Scheibe echt gut! Das kann ich vom Review nicht behaupten, denn dort steht so wenig sachliches über das Album.

    9/10