Alabama Thunderpussy - Rise Again

Review

Es gibt drei Arten von Wiederveröffentlichungen: 1. die, die Spaß und Sinn machen. 2. die, die nur Spaß machen, weil die Mucke cool ist. Und 3. die, die weder das eine noch das andere auf sich verbuchen können.
ALABAMA THUNDERPUSSYs Neuauflage ihres Debüts von 1998 fällt leider in Gruppe Numero 3, und das aus folgenden Gründen: Eine vor sechs Jahren veröffentlichte Platte schreit nicht gerade nach einem Re-Release. Vor allem, weil ATP weder der große Durchbruch gelungen ist und deswegen neu dazu gewonnene Fans mit den Anfängen der Karriere versorgt werden müssen, noch haben die Jungs ihren Stil so drastisch geändert, weswegen neue Anhänger mit der alten Ausrichtung vertraut gemacht werden müssen, noch ist zu erwarten, dass die remasterten Stoner-Nummern 2004 mehr absetzen als zu Zeiten der Erstveröffentlichung.
Das Gelbe vom Ei ist auf „Rise Again“ nämlich auch im aufgemotzten Soundgewand nicht enthalten. Man gibt sich zwar noch wesentlich wüstenorientierter als auf dem aktuellen, verstärkt 70er-lastigen „Fulton Hill“-Album, mehr als eine KYUSS-Kopie kommt aber leider nicht bei herum. Das einzige, was man den Donnerfot…ähm…muschis zugestehen muss, ist, dass sie wesentlich rauer zu Werke gehen als die unglücklicherweise nicht mehr existierenden Stoner-Pioniere. Ihre Musik hat stellenweise mehr Kanten als Josh Homme und Co. zu „Blues For The Red Sun“-Zeiten und ist demnach nicht gleich auf den ersten Hör im Hirn verankerbar. Nach ein paar Durchläufen zünden einige Tracks (z.B. „Victory Through Defeat“, „When Mercury Drops“), andere krepieren hingegen im Gehörgang. Hierzu zähle ich vor allem die beiden Bonus Tracks, die ein solches Package eigentlich aufwerten sollten. „Swagart“ fällt zu konfus aus und die Liveversion von „When Mercury Drops“ klingt eher nach Demostatus als nach Konzertmitschnitt. Über das neue Artwork samt Linernotes kann ich leider nichts sagen, da beides nicht die mir hier vorliegende Promo ziert.
Allein vom musikalischen Standpunkt aus gesehen würde ich jedem potentiellen Käufer jedoch raten, dieses Package drei Mal rumzudrehen, bevor man sein hart verdientes Geld auf den Tresen knallt.

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12.10.2004

Der metal.de Serviervorschlag

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