Battleroar - Codex Epicus

Review

Die Veröffentlichung von „Codex Epicus“ ist mal wieder ein guter Anlass, um die Arbeit von Cruz Del Sur zu loben. Allein in den letzten Monaten erschienen mit Alben von u.a. ARDUINI/BALICH, ARGUS und dem Debüt von OLD MOTHER HELL ausgezeichnete Werke. Dieser Umstand weckt natürlich große Hoffnungen auf das fünfte Studioalbum der Griechen. Wie man der Wertung entnehmen kann, trifft auch diese Platte voll ins Schwarze.

„Codex Epicus“ bietet grandiose Hymnen

Nach dem Intro ‚Awakening The Muse‘ startet das Album direkt mit dem Hit ‚We Shall Conquer‘. Der Song zieht den Hörer unmittelbar in seinen Bann, da er vor dessen inneren Auge sofort einen Klub aufbaut, in dem alle Anwesenden den Refrain „We Shall Conquer!“ mitsingen. Allein von dem Gedanken bekommt man Gänsehaut.  Die Platte lebt aber natürlich nicht nur von diesem Lied. Da wäre noch das einfach beeindruckende ‚Chronicles Of Might‘. Die Strophen sind packend und auch der Refrain motiviert zum Fist raisen. In ‚Doom Of Medusa‘ legt Sänger Gerrit Mutz die gleiche Leidenschaft wie Bruce Dickinson an den Tag, womit er die insgesamt dramatische Stimmung des Stücks nochmal unterstreicht.

Allerdings zünden nicht alle Songs auf dem Album: ‚Sword Of The Flame‘ fällt wegen des Gastauftritts von Mark Shelton eher mau aus. Im Vergleich zu Mutz fällt er deutlich ab und klingt eher nach einem Opa, der Gute-Nacht-Geschichten erzählt als ein agiler Metal-Sänger. Das kann erst in der zweiten Hälfte des Tracks durch maidenesque Gitarrenläufe ausgeglichen werden. ‚Palace Of The Martyrs‘ fällt gemäßigter und dadurch deutlich melodischer aus. Auch diese Nummer stinkt neben den anderen ab. Das trifft ebenso auf ‚Kings Of Old‘ zu, weil dieses Stück sich nicht entwickelt, wobei dies mit der lächerlich kurzen Dauer (viereinhalb Minuten) entschuldigt sei.

Für den epischen Abschluss ‚Enchanting Threnody‘ lohnt sich das Durchhalten. Das Stück ist eine Art Zusammenfassung, in dem die Band nochmal ihre Qualitäten unter Beweis stellt: die zwingenden Refrains, reichlich Headbang-Potenzial und nochmals eine große Schippe Epik. Ein rundum befriedigender Abschluss.

Nichts neues, dafür aber leidenschaftlich

BATTLEROAR haben auf „Codex Epicus“ mehrere Hymnen versammelt, welche die Epik-Gemeinde höchst erfreuen dürfte. Denn die Griechen liefern hier epischen Metal nach klassischer Machart ab, der dennoch packend und leidenschaftlich gespielt ist. Da stört es nicht, dass ein paar Lieder nicht so sehr zünden. Den Eroberungen des Quintetts sollte nichts mehr im Weg stehen.


P.S.: Beim Format sollte der geneigte Hörer übrigens ausnahmsweise das Digipak der Vinyl vorziehen, da mit ‚Stronghold‘ noch ein cooler Bonus-Track enthalten ist.

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08.06.2018

Normal kann ja jeder!

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