Black Anvil - Triumvirate

Review

“Metallische Teufelsmusik von Hardcore-Kaspern? Das kann doch nur Müll sein” – solche oder ähnliche Gedanken mögen manchen Menschen respektive engstirnigeren Exemplaren der Gattung Schwarzmetall-Hörer kommen, wenn sie “Time Insults The Mind”, das 2008er Debüt BLACK ANVILs, nicht kennen und nun des Hintergrundes der Kapelle gewahr werden. Aber nein, man sollte sich wirklich nicht davon abschrecken lassen, dass die drei hier unter diesem Namen firmierenden Musiker auch allesamt bei der NY-Hardcore-Band KILL YOUR IDOLS und ähnlichen Bands lärmen.

Ohne Experimente und Hardcore-Elemente – fein gereimt – kloppt sich das Trio aus Übersee nämlich auch durch sein zweites Langeisen “Triumvirate”, das wieder einmal ein roher Happen Black/Thrash ist. Natürlich sind die Früh- und Mittachtziger-Thrash-Größen im Sound BLACK ANVILs nach wie vor präsent, aber DARKTHRONE und andere Pioniere der zweiten Welle (des Black Metal) steckten sicherlich in den letzten beiden Jahren das ein oder andere Mal häufiger im CD-Schacht der Herren aus Übersee. Jedenfalls lässt der im Vergleich zum Vorgänger reduzierte Thrash-Anteil darauf schließen.

Bei einer Produktion, die deutlich mehr auf Durchschlagskraft als auf klirrende Kälte ausgelegt ist, geben BLACK ANVIL gerne ordentlich Gas, fühlen sich aber auch bei basslastigen und groovenden Midtempo-Passagen, die wirklich gut drücken und manchmal sogar durchaus an BOLT THROWER erinnern, äußerst wohl. Selten flackern auch einmal kleinere atmosphärische Einschübe auf, so etwa in der zweiten Hälfte von “Dead And Left”. Paul Delany, Raeph Glicken und Gary Bennet teilen sich übrigens brüderlich die Gesangsdarbietung und so kommt zwischen Grunzen und Keifen kaum Langweile auf, auch wenn die einzelnen Stücke untereinander nicht viel Abwechslung bieten.

Eindeutige Hits und Innovationen für das Genre, der frische Geruch des Neuen, fehlen “Triumvirate” gänzlich, aber darum geht es BLACK ANVIL sicherlich auch nicht. Stattdessen feuert das Trio zehn schnörkellose schwarze Geschosse ab, die durch ihre bloße Wucht und Brutalität punkten und so dem Bandnamen bestens gerecht werden – wenn auch der Vorgänger “Time Insults The Mind“ subjektiv eine Nuance besser ist.

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16.09.2010

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