Bloody Hammers - Under Satan´s Sun

Review

Eines muss man den US-Amerikanern von BLOODY HAMMERS ja lassen: Hier wird eine beachtliche Schlagzahl an Veröffentlichungen erreicht. Es wird im Akkord Horror über die Menschheit gebracht (natürlich nur im beabsichtigten, konzeptionellen Sinne) – mit „Under Satan´s Sun“ steht nun schon Album Nummer drei binnen ebensolcher Jahre bereit. Aber das ist ja per se erst mal eine schöne Sache, wenn man musikalisch viel zu sagen hat und sich zudem ein entsprechendes Publikum findet. Und diese Hörerschaft sollte es durchaus geben: BLOODY HAMMERS liefern eine unterhaltsame, eingängige Mischung aus 1970er Okkult Rock, leichtem Sludge, ein bisschen Stoner Rock und einer ordentlichen Prise Gothic Rock – eine Mischung, die als Dark Horror Rock angepriesen wird. Zunächst muss man für den bisherigen Werdegang feststellen, dass BLOODY HAMMERS eine klare Entwicklung genommen haben: Vom charmanten, aber etwas naiven, Debüt über den etwas blassen und stimmungsarmen Zweitling „Spiritual Relics“ bis zu „Under Satan´s Sun“, dem ein ausgereifteres Konzept und klare Ideen zugrunde liegen – zudem schließt man damit auch atmosphärisch wieder eher am selbstbetitelten Debüt an.

Aber was kann „Under Satan´s Sun“ denn nun genau? In erster Linie eingängige, kraftvolle und leicht verdauliche Gitarrenmusik. Songs wie „The Moon-Eyed People“, die vorab veröffentlichte Single „The Town That Dreaded Sundown“ oder „Spearfinger“ sind geschmeidige, staubig-trockene Ohrwürmer, die sofort zünden und locker-leichte Melodien, ob auf Keyboard oder Gitarre, beinhalten. Alles charmant verpackt und angereichert mit einem morbiden Gruselfilm-Flair, der durch eingeflochtene Sprach-Samples und den markanten, aber angenehm weichen, Gesang von Frontmann Anders Manga noch verstärkt wird. Zudem überraschen „Under Satan´s Sun“ oder „Welcome To The Horror Show“ mit starker Gothic-Rock-Note, einem Basslauf und Schlagzeugspiel, welches stellenweise sogar an die Düsternis der mächtigen THE SISTERS OF MERCY erinnert.

Was „Under Satan´s Sun“ dabei allerdings nicht so gut kann, ist dauerhaft fesseln – gerade, wenn man einen direkten Vergleich zu den Genremeistern UNCLE ACID AND THE DEADBEATS oder YEAR OF THE GOAT zieht. Die allzu klare und glatte Produktion, ein paar austauschbare Titel („The Last Alarm“, „Second Coming“) und die ständige Gefahr, dass „Under Satan´s Sun“ zur Hintergrundmusik degradiert wird, verhindern, dass BLOODY HAMMERS noch weiter vorne landen. Zugegeben: Kritik auf hohem Niveau, denn Spaß macht „Under Satan´s Sun“ mit seinen zehn Tracks allemal, und man legt die Scheibe gern wiederholt auf.

Zusammengenommen stimmt die Richtung von BLOODY HAMMERS somit durchaus. Man erarbeitet sich seine eigene Nische, „Under Satan´s Sun“ festigt das Konzept und macht dabei noch mehr als ordentliche Rockmusik – weitermachen!

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23.05.2014

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

Der metal.de Serviervorschlag

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