Burning Starr - Defiance

Review

Jack Starr mag manchen noch als Mitgründer von VIRGIN STEELE bekannt sein. Dort stieg er jedoch nach drei Jahren schon wieder aus und versuchte sich seitdem in recht vielen Projekten – mitunter auch in mehreren gleichzeitig. JACK STARR’S BURNING STARR, oder kurz einfach BURNING STARR, wurden bereits 1984 von ihm gegründet und veröffentlichten in den 80ern insgesamt vier Alben. Danach wurde es lange ruhig um die Truppe, bevor Starr sie 2008 reanimierte. Und nun steht mit „Defiance“ das fünfte Studioalbum von BURNING STARR am Start. Released wird es von MANOWARs Label Magic Circle Music.

Der Musik von BURNING STARR hört man einen Old-School-Touch immer noch an. Die Band bewegt sich an einer Schnittmenge aus 80er-Jahre-JUDAS-Einflüssen und typischem US-True-Metal der Marke MANOWAR oder WARLORD. Beim Opener „Inquisitor“ fühle ich mich desöfteren an JUDAS PRIEST zu „Painkiller“-Zeiten erinnert. „Once And Future King“ und „Defiance“ sind mehr dem epischeren True Metal zuzurechnen, wobei die Parallelen zu MANOWAR mehr als offensichtlich sind. Auch Sänger Todd Michael Hall entpuppt sich als Mixtur aus Rob Halford und Eric Adams. Er kann beiden nicht ganz das Wasser reichen, kommt in den jeweiligen Songs aber ihrer typischen Ausdruckskraft und Markanz recht nahe. Da er die Höhen meistert, kann man seiner Gesangsleistung nicht viel ankreiden.
Musikalisch hätte ich mir von Starr und Co. vielleicht ein wenig mehr Eigenständigkeit gewünscht. Diese bleibt mitunter etwas auf der Strecke, obwohl BURNING STARR einige wirklich gute Kompositionen auf Rundling gebracht haben. „Day Of The Reaper“ ist solch eine Nummer, deren Refrain noch lange nach Ende der Scheibe in den Gehörgängen rumgeistert. Von der Masse hebt sich der Song „Indian Nation“ ab, bei dem kulturelle Klänge der Ureinwohner in das Stück eingeflochten wurden. Auch Starrs Riffs sind klasse und der Höhepunkt hat Ohrwurmcharakter.
Überhaupt steht natürlich Jack Starrs Gitarrenspiel oft im Vordergrund, und man hört ihm bei den vielseitigen Riffs und den inspirierten Soli die Erfahrung auch an. An der technischen Leistung von BURNING STARR gibt es ohnehin nichts zu meckern. „Black Clouds Of Thanos“ ist solch ein Song, der die Riff- und Soli-Fans erfreuen wird – ebenso wie „The King Must Die“, wenngleich mit einer Spur zu viel True-Pathos. Die Cover-Version von RAINBOWs „Catch The Rainbow“ ist leicht gewöhnungsbedürftig (da Hall an einen damals noch in Höchstform singenden Dio nicht rankommt), aber handwerklich auch gut gemacht. Und bei „The Beast Inside“ verlässt die Truppe einmalig sogar die True- und Heavy-Pfade und walzt in bester Doom-Manier.

Letztendlich muss ich sagen, dass sich kein schwacher Song auf „Defiance“ eingeschlichen hat, und mit noch einem Hauch mehr Eigenständigkeit wären wohl sogar 8 Punkte rausgesprungen. Für Old-School-Heavy- und True-Metal-Anhänger ist Reinhören Pflicht.

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30.11.2009

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2 Kommentare zu Burning Starr - Defiance

  1. arson sagt:

    Und wieder einmal beweisen die Metal.de rezensenten das sie nicht in der Lage sind eine Scheibe objektiv und fair zu bewerten, an dieser Scheibe gibt es nämlich überhaupt nichts auszusetzen, True metal scheint hier wohl ziemlich verpöhnt zu sein,schade.

    Meiner meinung nach wird einem hier feinster Faust zum himmel stahl geboten, allein der mitreissende Titeltrack, das geniale "Once and Future King" sowie "Day of the Reaper" oder das sehr interessante "Black Clouds of Thanos" rechtfertigen eine höhere Wertung als die nicht verdienten 7 punkte die besagter rezensent vergibt, für mich ganz klar eine faire 8,5 auf der Richterskala.:)

    9/10
  2. Anonymous sagt:

    Mal wieder ein Kommentar für die Rubrik "völlig überflüssig". Mein Vorredner regt sich auf, weil der dem Album tatsächlich einen Punkt mehr geben würde. Wie panne kann man denn sein? Abgesehen davon: cooles Werk, das 8 Punkte verdient hat.

    8/10