Celestial Bloodshed - Cursed, Scarred And Forever Possessed

Review

Einst bildeten Black Metal und Norwegen eine beinahe perfekte Symbiose. Heute, viele Jahre später ist eher der Stillstand in der norwegischen Szene eingekehrt und auch die alten, noch aktiven Bands, haben ihren Stil eher zum Leid der Nostalgiker, denn zum Positiven verändert. Glaubt man aber gewissen Foren-Einträgen könnten mit CELESTIAL BLOODSHED endlich wieder finstere Zeiten im legendären Land anbrechen.

Falsch liegt man mit der Einschätzung bei weitem nicht. Ein Problem gibt es aber, welches ich nicht verschweigen kann. Wieder einmal gab es das Beste schon als Appetithappen, welcher schlicht zu hohe Erwartungen an ein Album, dass ganz gut ist, weckt. Der Titeltrack, der bereits vorab im Netz zu finden war, war einfach großartig und weckte eine schier unbändige Sehnsucht in mir. Dazu passende Forenbeiträge, die von den guten alten Zeiten sprachen, ließen mein Herz dann einen frohen Hüpfer machen und als ich „Cursed, Scarred And Forever Possessed“ endlich in den Händen hielt, ertrug ich die Spannung einfach nicht mehr. Also rein in den Spieler und ganz schnell übernahm die Enttäuschung die Führung. Hoffnungen sind halt doch da, um enttäuscht zu werden.

Nicht etwa weil das restliche, leider etwas spärlich ausgefallene, Material schlecht wäre, nein das nun ganz und gar nicht, aber ständig führt einem das Verlangen zurück zum Titeltrack. Daran kann auch die frostige durch und durch schwarze Atmosphäre nichts ändern. Hier und da blinzeln mal große, mal kleine Highlights auf, wie etwa am Anfang von „Zign Of The Zodiac“, wo ein MAYHEM-Gedächtnis-Riff lockt. Auch sonst kommt man eigentlich voll auf seine Kosten, ohne irgendwas wirklich Neues zu erleben. Die Erinnerung an finstere Zeiten, in denen Black Metal noch wirklich als etwas Gesellschaftsuntaugliches galt, ist auf diesem Werk allgegenwärtig.

Aber es bleibt dabei, der einzige wirklich durchgehend machtvolle Song. bleibt der Titelsong. Der Rest bildet ein solides, aber bei weitem nicht ebenbürtiges Gerüst. Nostalgiker sollten aber wirklich mal reinhören. Bei mir ist die Begeisterung inzwischen weitestgehend der Ernüchterung gewichen, dass ich mir einfach keine Hoffnungen mehr machen sollte.

30.04.2008

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