Cryptopsy - Once Was Not

Review

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Verdammt lange fünf Jahre haben uns die kanadischen Tech-Deather schmoren lassen, bevor man wieder Gas gegeben hat. „Once Was Not“ soll nun also wieder dafür sorgen, dass wir uns schon beim Luftgitarre zocken die Finger verknoten und jede Minute verfluchen lassen, die wir lieber am Tresen denn im Proberaum verbracht haben. Fünf Jahre ist eine lange Zeit, insbesondere für eine Band, die nach wie vor eher den Status eines Geheimtipps trägt.

Soviel sei schon jetzt vorweggenommen, auch anno 2005 sind die Kanadier technisch eine Referenz und Drummer Flo Mournier dürfte nach seiner aktiven Kariere als Death Metal Felldrescher problemlos eine Anstellung als Metronom Eicher bekommen. „Once Was Not“ setzt genau da an, wo der Vorgänger aufgehört hat und knallt dem Hörer elf kompromisslose Death Metal Salven vor den Latz. Dass man sich erneut am oberen Ende der Referenzskala bewegt ist fast überflüssig zu erwähnen. Es wäre auch müßig das ausgefeilte Songwriting der Extrem-Kombo zu sezieren, denn CRYPTOPSY erlauben sich schlicht keine Ausfälle. Also eigentlich alles wie gehabt, großes Kino für Freunde des extremen Death Metals. Ganz so einfach ist es allerdings nicht, denn etwas trübt das Bild. Neben dem nur noch mittelmäßigen Gesang, für den sich wieder Alt-Grunzer Lord Worm hinters Mikro geklemmt hat, haben die Songs ein nachhaltiges Problem. Trotz der technischen Überlegenheit harmonieren die Stücke nicht als Ganzes und wirken zu oft wie eine wilde Aneinanderreihung einzelner Parts. Dies war so bisher nicht in dieser extremen Form zu beobachten und erschreckt auch ein wenig, denn die Songs werden so um einiges schwerer zugänglich.

„Once Was Not“ ist beleibe kein durchschnittliches Album, angesichts der Vergangenheit müssen es sich die Kanadier allerdings gefallen lassen, dass man eben etwas genauer hinschaut. Im direkten Vergleich zum überragenden Vorgänger „…And Then You’ll Beg“ kann der aktuelle Silberling nicht mehr hundertprozentig punkten. Trotzdem ist für den Fan einiges geboten, auch wenn das lange Warten nicht gänzlich belohnt wurde.

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10.10.2005

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1 Kommentar zu Cryptopsy - Once Was Not

  1. sickman [metal.de] sagt:

    Ein gutes Review, dass vor allem die Schwächen des Albums genau benennt. Am schlimmsten sticht hierbei meiner Meinung nach der sehr schlechte (nicht schwache, sondern schlechte) Gesang heraus. Was für ein übles Geröchel; vollkommen seelenlos und ohne Feeling; passt überhaupt nicht zu den Songs. Weiterhin ist der für ein Death-Metal-Album (egal ob progressiv oder nicht) miese Sound zu bemängeln, der mit all dem bricht, wofür CRYPTOPSY früher standen. Keine Brutalität, sondern Papp-Drums, zu undeutiliche GItarren und kein Bumms im Sound. Allein die Technik ist mal wieder atemberaubend und auch der wirklich einzige Grund, der dieses Album ganz knapp über den Durchschnitt hebt.

    6/10