Darkspace - II

Review

Jeglichen natürlichen und physikalischen Gesetzen trotzend beweisen die Avantgardisten DARKSPACE, dass Geräusche, Töne und Klänge im All doch möglich und existent sind. Voller erhabener Dunkelheit und abgöttlichem Anmut wird die Musik auf „II“ in die Ferne des Universums transportiert, wie ein weltenfressendes Wesen, dass ständig neue Nahrung sucht, wie der Soundtrack zum Ende von Zeit und Raum, der Soundtrack zum Ende des Lichts.

Beschwörerisch langsam beginnt das erste der drei Lieder, die anknüpfend an den Erstling durchnummeriert sind mit „2.8“, „2.9“ und „2.10“. Man wird sofort in den dunklen Bann der unglaublich dichten Atmosphäre dieses Albums gezogen. Beginnend mit reinem Dark Ambient, beklemmend und schwarz, nimmt die Apokalypse ihren Lauf und manifestiert sich langsam und zunehmend in einem schweren, spacig-melodischen Midtempopart, der runde zehn Minuten anhält und gefolgt wird von plötzlich einsetzender, unbändiger Blast-Raserei. Als ob sich eine Raumflotte auf den bevorstehenden Angriff einer fremden Rasse vorbereitet, liegt zunächst ein dunkler Schatten über der Musik; eine Art Spannung, bevor es zum Ausbruch kommt. Dann bricht die Hölle los und DARKSPACE vertonen die entfesselten Gewalten einer Sternenschlacht, in deren Hintergrund eine Supernova stattfindet.

Nach allen Seiten hin breitet sich die Schwärze aus und fängt jeden Flüchtigen ein. Es gibt kein Entkommen aus der Urkraft dieses galaktischen Ereignisses. Erneut öffnet sich das schwarze Loch und nimmt wieder seine zerstörerische Arbeit auf, ebenso wie es „I“ tat. Eindrucksvoll führen die Schweizer Ausnahme-Metaller ihr Werk konsequent fort und lassen sich auf ihrem Weg durch den Kosmos nicht beirren. DARKSPACE spielen ihre Version der galaktischen Apokalypse und machen ihre Arbeit beeindruckend authentisch, aber vor allem unglaublich intensiv und absolut atmosphärisch dicht.

Auch mit diesem Album werden vermutlich nur die Wenigsten klarkommen, auch nicht Normalo-Black-Metaller, die typische Formen und Normen erwarten. Hier wird man beschossen mit musikalischen Bildern aus Meeren schwarzer Sterne und sterbender Sonnen, Massen an dunkler Energie und zerstörerischer, universeller Kraft. Entweder gibt man sich dieser Wucht geschlagen oder man lehnt es ab, in Traumwelten einzutauchen und empfindet für DARKSPACE lediglich Ablehnung. Beide Sichtweisen sind absolut verständlich, alles dazwischen ist vermutlich inakzeptabel. Letztendlich muss sich jedoch jeder selbst entscheiden, für welche Seite er kämpft…

Die Erstveröffentlichung aus dem Jahre 2005 gab es im streng auf 500 Einheiten limitierten Digipak. Avantgarde Music nahmen sich 2006 DARKSPACE an und haben „II“ im Jewel Case mit zusätzlichem Slipcase auf limitierte 1500 Stück neu aufgelegt.

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02.08.2007

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