Defloration - Demo 2003

Review

Was die vier Jungs aus Pößneck, Bertram (Gitarre), Marko (Bass), Christian (Drums) und Uwe (Gitarre/Gesang), hier in nur zwei Tagen auf CD gebannt haben, kann sich wirklich hören lassen. Dabei fing die Band, die auf den lustigen Namen Defloration hört, Anfang 2001 mehr im Stile der Hellacopters an, bevor man bemerkte dass Death Metal doch viel spannender ist. Nach einer Zeit lang Untätigkeit aufgrund des Ausstiegs von Sänger Alexander, entschied man sich im Februar 2003 ins Studio zu gehen. An dieser Stelle muss ich jetzt mal die für eine Demo-CD exzellente Produktion loben, die mir wiedermal beweist, dass auch auf diesem Level ordentlicher Sound möglich ist. Hier holpert nichts oder klingt dumpf und blechern. Alle Instrumente kommen differenziert und druckvoll herüber, so dass dem Hörerlebnis vom dieser Seite aus nichts entgegen steht. Aber was nützt mir das, wenn die Songs dann Dünnpfiff sind? Aber hier gibt es ebenfalls Entwarnung. Mit ihrem Gemisch aus Cannibal Corpse und Carcass können sie locker mit der nationalen Konkurrenz mithalten und sollten jedem Death Metal Fan überzeugen können und dessen Nackenmuskulatur obendrein in rhythmische Bewegungen versetzen. Ein Song wie „Genocide“ hätte sich auch ohne Probleme in das Set von Cannibal Corpse schleichen können, ohne dass sich jemand beschwert hätte. Mal langsame und mal schnellere erdrückende Gitarren bauen sich mit dem Schlagzeug zu einer feinen Death Metal-Wand auf, die in gut strukturierten Songs mit vielen Breaks auf ein angenehmes Maß an Abwechslung trifft und so immer frisch wirkt. Dazu gesellen sich die typischen, tiefen Growls, die zwar schon recht gut sind, aber bestimmt noch ausbaufähig sind, gerade wenn es in den Kreisch- und Schreibereich geht. Einziges Manko, und zugleich der Grund warum ich mich einer Punktewertung enthalte, ist die äußerst geringe Spielzeit von gerade zehn Minuten, die für ein Demo sicherlich noch okay geht. Sollten es die Jungs schaffen die hier gebotene Qualität auf 30-35 Minuten ausdehnen zu können, sehe ich einem Album jenseits der sieben Punktegrenze als kein größeres Problem an. Bleibt zu hoffen, dass man von Defloration in Zukunft noch mehr zu hören bekommt.

28.04.2003

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