Defloration - Necrotic Nightmares

Review

Dröhnender, tiefschwarzer Rumpelsound, Bassgebolze, sägendes Gitarrengerassel und ein gutturales Stimmorgan, das Erinnerungen an den „braunen Ton“ weckt, DEFLORATION sind wieder da! Zusammen mit ihrem neusten Studio-Output „Necrotic Nightmare“, das heuer auf dem Party.San Festival offizielle Livepremiere und Release-Party feierte, schicken sich die Thüringer Brutalo-Todesmetaller an, alten Fans und solchen, die es garantiert noch werden, das Gehirn aus den Ohren zu quetschen.

Los geht die lustige Brutal Death Achterbahn mit dem Opener der neuen Scheibe, „Gory Diner“. Der Sound ist dröhnend und tief, qualitativ aber wirklich annehmbar. Das Tempo wird sofort oben angelegt, Uwe Rödel kotzt sich vollgas die Lunge aus dem Lieb und das Gitarristenduo Tischendorf und Lau schmettert Geschredder über Geschredder hinterher. Kurzum, schon der erste Song dürfte jedem Freund des gepflegten Geknüppels absolute Freude bereiten.

Aber die Jungs legen sich angenehmer weise nicht nur auf das Hochgeschwindigkeitsgerumple fest, auch langsame Breaks und rhythmisch vergleichsweise ruhige Passgen finden immer wieder einen Weg in die Songaufbauten, Stellen die live sicher für ordentliche Haarschüttelattacken gut sein dürften. Ab und an traut man sich auch ein wenig in Richtung NECROPHAGIST zu schielen und baut, wie beim Titeltrack zum Beispiel, die ein oder andere technischere Gitarrenlinie ein. So geht es fort und fort, jeder Song überzeugt mit anderweitigen Details, von Soli-Arrangements über groovige Gitarren-Bass-Spuren bis hin zu Blastbeat-Gefetze, Abwechslung mit Wiedererkennungswert wird hier absolut groß geschrieben.

Kurzum, „Necrotic Nightmare“ bietet brutalen deutschen Death Metal mit Hirn, dem es trotz hörbaren Einflüssen absolut nicht an Eigenständigkeit fehlt, für mich ein absoluter Gewinner. Damit dürften DEFLORATION endgültig mit beiden Füßen in der Szene gelandet sein und, mit einem sehr guten Werk im Rücken, vielleicht auch schon einen kleinen Zeh im internationalen Geschäft haben.

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12.08.2008

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