Deicide - Till Death Do Us Part

Review

Mit „Till Death Do Us Part“ haben DEICIDE erneut zum Schlag ausgeholt und bringen einmal mehr und, wenn man den letzten Interviews mit Drummer Steve Asheim glauben schenken kann, vermutlich auch zum letzten Mal ihre Vorzüge zum Besten. Death Metal der brutalen, schnellen und trotzdem verspielten Art; teuflisch, antichristlich und gnadenlos, eben so wie es sein soll und man es von dieser Band erwartet.

„The Beginnig Of The End“ läutet als eine Art Intro-Track den Feldzug der Florida-Deather ein, bevor es mit dem Titelstück gleich amtlich zur Sache geht. Glen Benton lässt seinen Bass blubbern und röhrt wie ein sterbender Elch, Steve Asheim verprügelt sein Drumkit wie ein perverser Hasenficker und die Sechssaitenfraktion in Person von Jack Owen und Gast Ralph Santolla kümmert sich um die saftigen Riffs und teilweise wirklich guten Soli. Und genauso saftig und rüpelhaft knallt es das gesamte Album über weiter. Kaum ein Stück fällt kräftemäßig aus dem Rahmen und am Ende blenden DEICIDE ihr Werk mit dem passend betitelten Outro-Blast-Track „The End Of The Beginning“ aus.

Es rappelt, es knattert und es bollert konstant ordentlich durch den Äther und DEICIDE zeigen auf ihrem Kreuzzug noch einmal alles, was diese Band seit jeher ausmacht. Das präzise gespielte, pfeilschnelle Drumming (man lausche und staune den superschnellen Blastbeats in „In The Eyes Of God“) nimmt seit langem einen hohen Stellenwert in der Musik DEICIDEs ein und auch die Gitarrenfraktion hat sich mit fortlaufender Karriere der Band immer mehr gemausert und mittlerweile einen hohen Wert erspielt. Besonders aber, seitdem die Hoffman-Brüder Eric und Brian die Segel gestrichen haben und Ex-CANNIBAL-CORPSE-Saitenfummler Jack Owen dazu gestoßen ist, gibt es deutlich filigranere Töne zu hören, wobei auch Ralph Santolla (u.a. Ex-ICED EARTH) seinen Anteil, vordergründig im melodischen Spiel, beigetragen hat.

Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle die außerordentlichen Leistungen von Drummer Steve Asheim, der nicht nur am Kit eine mehr als gute Figur macht, sondern von Anfang an als Haupt-Songwriter bei DEICIDE galt und der auf „Till Death Do Us Part“ sämtliche Rhythmusgitarren im Alleingang eingespielt hat. Hut ab davor.

Einzig und allein Glen Benton klingt am Mikro dieses Mal ein wenig uninspiriert und sogar eintönig. Seine hohe, irrsinnig klingende Kreischstimme setzt er leider wenig, bzw. kaum noch ein und beschränkt sich weitestgehend auf derbe, tiefe Growls. Benton wirkt insgesamt gesehen etwas müde und einfallslos, wenn man die stellenweise leicht lieblose Umsetzung der Vocals auf „Till Death Do Us Part“ mit früheren Glanztaten vergleicht. Zwar soll dieser Umstand nicht bedeuten, dass das gesamte Album schlecht oder gar halbherzig ist, denn an der Musik selbst darf nicht gezweifelt werden, und trotzdem hätte ich mir persönlich mehr Seele und Einsatz am Mirko gewünscht. Hier hätte deutlich mehr drin sein können.

Trotz meiner Kritik am Gesang haben DEICIDE insgesamt wieder einmal eine mehr als solide Leistung abgeliefert und sollte „Till Death Do Us Part“ tatsächlich das letzte Album der Band gewesen sein, können die Jungs auf eine rundum empfehlenswerte Discography zurückblicken, deren reguläre Alben allesamt im oberen Qualitätsbereich liegen.

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16.07.2008

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