Dio - Donington '83

Review

Nachdem DIOs fulminante Live-Performances aus den 80ern bereits unter dem Titel “Dio At Donington UK: Live 1983 & 1987” über die eigens ins Leben gerufene Niji Entertainment Group als Doppelschlag veröffentlicht wurde, legt BMG jetzt mit zwei separat veröffentlichten Konzertmitschnitten noch einmal nach. Die Trackliste sollte eingefleischten Heavy-Metal-Fans demzufolge bestens bekannt sein.

“Donington ´83”: Musik aus einer anderen Zeit

Alleine der Sound der beinahe 40 Jahre alten Show begeistert auf Anhieb, sorgt die Bearbeitung für eine wohlverteilte Anordnung der Instrumente, über der zwar Ronnie James Dios wegweisende Stimme liegt, allerdings niemals übertüncht. Damit wird schnell jedem Zweifler unmissverständlich ins Gedächtnis gerufen, dass es sich im Falle von DIO nicht allein um eine One-Man-Show eines begnadeten Sängers handelte, sondern die Songs im Vordergrund standen, die an diesem Abend in gewisser Weise als Querschnitt über das bis dahin großartige Schaffen des kleinen Mannes zu verstehen sind.

DIO mit wunderbarer Schwermut und grandioser Stimmung

Wenn Stücke wie “Rainbow In The Dark” vom Erstlingswerk “Holy Diver” mit einer gehörten Spielfreude aus den Boxen flimmern und das – zugegeben im Enthusiasmus digital frisierte – Publikum mit Stadionhupen und langanhaltendem Applaus einen flächigen Background bilden, dann macht das Hören dieser Live-Platte noch immer unvermindert Spaß. Das Songs wie eben “Holy Diver”, “Man On The Silver Mountain” oder  “Children Of The Sea” (BLACK SABBATH) heute noch wie ein tonnenschwerer Dampfhammer klingen und damit auf ewig als lebenserhaltende Organe des klassischen Heavy Metal gelten, ist logisch.

Klar ist eigentlich auch, dass auf diesem Live-Mitschnitt eine Rakete nach der anderen gezündet wird, wobei das absolute Glanzlicht der, nach kurzem Drum-Solo einsetzende RAINBOW-Klassiker “Stargazer” mit anschließendem Gitarrensolo markiert. Fernab jeglicher Pentatonik, wird hier beste klassische Kunst geboten, die einen YNGWIE MALMSTEEN wie ein Nachtschattengwächs aussehen lässt.

Irgendwo zwischen Himmel und Hölle

“Heaven And Hell” pendelt sich im stimmungsvollen Bereich eines überragenden Rock-Konzerts und einem möglichen Soundtrack zum xten Rocky-Balboa-Remake ein. Was bleibt, ist ein tolles Live-Album in schicker Aufmachung. Ob diese Neuauflage nach der ohnehin superben Original-Veröffentlichung einen Mehrwert im Plattenregal schafft, muss die geneigte Anhängerschaft allerdings selbst entscheiden. Dementsprechend wird auf eine Bewertung verzichtet, hat allein das Original die Bestnote verdient.

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17.09.2022

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