Dio - Lock Up The Wolves

Review

Im Anschluss an „Dream Evil“ kam es zu regelrechten Zerfallserscheinungen der Band, denn nach dem Ausstieg von Craig Goldy trennte sich Ronnie auch von Jimmy Bain und Claude Schnell. Als sich auch noch sein langjähriger Partner Vinny Appice vom Acker machte, war der Meiser kurzfristig auf sich allein gestellt und hatte zunächst einmal nach Mitstreitern Ausschau zu halten.

Nicht zuletzt dadurch sollte es auch bis ins Jahr 1990 dauern, ehe die Fangemeinde endlich wieder ein Werk ihres Helden in Händen halten durfte. Mit dem zuvor bei Yngwie MALMSTEEN aktiven Keyboard-Hexer Jens Johansson, dem von den kurz zuvor ebenfalls zwischenzeitlich aufgelösten UFO stammenden Drummer Simon Wright, sowie dem bis dato unbekannten Teddy Cook (Bass) und dem damals erst 18-jährigen Rowan Robertson an der Gitarre, wurde Ronnie aber schlussendlich doch fündig und nicht nur das, die Truppe schien in ganz kurzer Zeit perfekt aufeinander eingespielt zu sein.

So war es vor allem Jungspund Robertson der seinen Chef tatkräftig unterstützte, als es ans Schreiben neuer Songs ging. Die Überraschung war vielerorts groß als man sich die elf Tracks zum ersten Mal zu Gemüte führte, denn Robertson entpuppte sich nicht nur als sprichwörtlicher „frischer Wind“ für DIO, der Kerl wusste sowohl als überaus talentierter Songschreiber wie auch als Leadgitarrist mit ungemein brillantem, aber dennoch überaus gefühlsbetontem Spiel zu glänzen.

Selten zuvor (und auch danach) war ein DIO-Album mit dermaßen viel erdigem Blues gesegnet wie dieses, nachzuhören im drückenden Titelsong, sowie dem fast schon bedrohlich stampfenden „Evil On Queen Street“, dessen Vibes dem Hörer die Kehle regelrecht zuschnüren. Mit „Wild One“ und „Walk On Water“ wurde aber selbstredend auch die Up-Tempo-Abteilung bestens bedient, während man in Form von „Between Two Hearts“ erneut eine gelungene Semi-Ballade komponiert hatte, die ebenso einen wichtigen Beitrag dafür leistete, dass auch dieses Album Top-Platzierungen in den Verkaufscharts erzielte.

Zugegebenermaßen muss man nachträglich festhalten, es hierbei weder mit einem der bekanntesten, noch mit einem der bestverkauften Alben unter dem Banner DIO zu tun zu haben. An der Qualität dieses harten, erdigen Epos ändert das aber gar nichts. Schon bald nach der Veröffentlichung von „Lock Up The Wolves“ stellte sich jedoch heraus, dass auch diese Besetzung eine extrem kurzzeitige sein sollte, denn fast unmittelbar danach wurde Ronnie erneut von BLACK SABBATH mit ins Boot geholt, aber das ist eine andere Geschichte.

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23.05.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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