Dream Evil - In The Night

Review

Galerie mit 8 Bildern: Dream Evil - Bang Your Head 2013

Mittlerweile ist es auch schon wieder über ein Jahrzehnt her, dass sich DREAM EVIL rund um Produzent und Bandboss Fredrik Nordström gegründet haben. Die als einmaliges Projekt konzipierte Gruppierung hat sich inzwischen zu einem ernst zu nehmenden Metal-Act gemausert und legt mit „In The Night“ bereits das fünfte Album ab. Personell hat sich in den letzten Jahren immer wieder einiges getan, dieses Mal ist das Line-up aber konstant geblieben. Niklas Isfeldt steht noch immer am Mikro, während Nordström und Dannee Demon für die Gitarren zuständig sind, Peter Stalfors den Bass zupft und (wie einfallsreich!) Pat Power die Felle beschlägt. Nach „Gold Medal In Metal“, einer Live-Compilation, wird es nun wieder Zeit für neues Material, das in Form von „In The Night“ erfolgreich eingespielt werden konnte.

Waren DREAM EVIL bis dato nur begrenzt auf meiner Wellenlänge, war ich auch sehr voreingenommen an dieses Album herangegangen. Zu viele musikalische Klischees und textliche Kitschigkeiten haben sich die Jungs in der Vergangenheit geleistet. Obwohl der Opener „Immortal“ genau in diese prädestinierte Kerbe schlägt, muss ich offen zugeben, dass mir das Material nach mehreren Durchläufen immer mehr zusagen kann. DREAM EVIL verlieren sich nämlich dieses Mal nicht in reinem und unnötigem True Metal-Gehabe (auch wenn das noch oft genug vorkommt), sondern können auch mit gelungenen Melodien und vor allem einem starken Gesang von Isfeldt überzeugen. Titel wie „See The Light“, „Electric“ oder „On The Wind“ sind astreine Power Metal-Songs, die ich in dieser Form von DREAM EVIL nicht erwartet hätte. Auch die selbstironische, absolut nicht ernst gemeinte Ballade mit dem programmatischen Titel „The Ballad“ weiß musikalisch zu gefallen, auch wenn man in lyrischer Hinsicht beinahe zwei Augen zudrücken muss!

„In The Night“ zeichnet sich durch einen unerwarteten Abwechslungsreichtum aus, den man so von DREAM EVIL noch nie gehört hat. Die Vergleiche mit den stagnierenden MANOWAR können eingestellt werden, denn der Fünfer legt ein gutes, vielfältiges Album ab, das man durchaus als gelungenen Einstand in das melodische Metal-Jahr 2010 betrachten kann. Auch wenn nicht jeder Song hundertprozentig sitzt („Frostbite“), stehen dem Titel gegenüber, die von vorne bis hinten krachen und perfekt umgesetzt wurden („The Unchosen One“, „On The Wind“). „In The Night“ ist alles in allem ein wirklich gutes Album geworden, das vor allem durch die kräftige Stimme des Fronters und ein gelungenes Songwriting lebt. Ein augenzwinkerndes Album, das sich selbst nicht allzu ernst nimmt und genau so muss man auch als Hörer an diese Scheibe herantreten. DREAM EVIL bieten pure Unterhaltung, die noch lange nicht perfektioniert wurde, aber bereits auf einem sehr guten Weg dahin ist!

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13.01.2010

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