El Caco - Love, Hate & Diagrams

Review

Ungewohnte Töne – sowohl von Indie Records, deren Namen man ja eher von härteren bis tiefschwarzen Veröffentlichung kennt, als auch von einer Band aus dem hohen Norden. EL CACO kommen aus Oslo und haben es – sei es mittels Tequila, Bohnen mit Speck, einem leistungsfähigen Solarium oder einer Dosis Mescalin – geschafft, wie ein tiefgestimmtes Monster direkt aus dem mexikanischen Wüstensand zu klingen. Und das funktioniert erstaunlich gut – so gut, dass man sich ernsthaft fragt, warum ZOROASTER jeder und EL CACO niemand kennt. Aber das wird sich ziemlich sicher ändern.

Natürlich sind bei sautief malmenden Gitarren, wummerndem Bass und einem zwischen perkussiv und stampfend pendelndem Schlagzeug die Parallelen zu KYUSS ziemlich offensichtlich. Aber das war zu erwarten. Und das fällt auch nicht negativ ins Gewicht, weil es EL CACO gelingt, zusätzlich zum Stoner Rock ihrer Vorbilder auch noch andere Einflüssen zu verwursten. Binnen einer Dreiviertelstunde stolpert man da über Ohrwurmriffs mit TYPE 0-Reminiszenzen und Elektroschlagseite („Hatred“), episch-proggige Ausflüge in Richtung MUSE und poppige PLACEBO-Melodien („Go Forward“), vernebelte Kifferpsychedelik im BLACK SABBATH-Stil („Equivalence“) und natürlich die obligatorischen NIRVANA-Erinnerungen („Skeleton“). Das alles ist verpackt in eine satte, warm hallende und erstaunlich analog klingende Produktion, die Daniel Bergstrand veredelt hat.

„Hatred, Love & Diagrams“ ist ein immer zugängliches, niemals sperriges Album und besticht nicht nur mit treffsicheren Riffs, sondern vor allem mit exzellent arrangiertem und genauso transportiertem Gesang, den man im Alternative-Bereich kaum besser machen kann. Mir kratzt die Platte nur zu oft und zu sehr an der weinerlichen Emo-Grenze, und zwei, drei Songs hätten auch gerne etwas spannender sein dürfen – ansonsten ein gelungenes Album, für das man jetzt nur noch etwas wärmere Temperaturen braucht.

18.01.2012

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