Ethereal Blue - Essays In Rhyme On Passion & Ethics

Review

Das, was ETHERIAL BLUE mit ihrer aktuellen CD „Essays In Rhyme On Passion & Ethics“ bieten, ist in vielerlei Hinsicht überraschend. Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an: Mir selbst ist der Name ETHERIAL BLUE bislang noch nicht untergekommen, wobei sich die fünf Musiker aus Athen auf besagtem Album so selbstbewusst geben und ihre Musik so ausgefeilt klingt, als hätten sie bereits drei Alben eingespielt. Mindestens.

Natürlich ist „Essays In Rhyme On Passion & Ethics“ nicht das erste Lebenszeichen der Band, und die Jungs spielen bereits seit Januar 2002 zusammen, als sie – wie sie sagen – als „company of dilettante musicians“ begannen. Doch was ist davon heute noch zu hören!? Zuletzt, und dieser Hinweis fehlte bislang noch: ETHERIAL BLUE spielen eine Art progressiven Extrem-Metal, der seine Zutaten aus dem Death und Black Metal bezieht, nicht jedoch deren Symbolik und Textmotive adaptiert. Zuhören ist also angesagt, sich ständig auf neue Stimmungen einstellen und sich vor allem überraschen lassen.

Leicht ist die Musik definitiv nicht, auch wenn mit „The Letter“ ein äußerst melodisches und besinnliches Stück den Weg auf das Album gefunden hat. Bis dahin hat sich der Hörer aber schon durch eine Armada an Ideen, Tempowechseln, vertrackten Rhythmen und verschiedenen Stimmlagen gekämpft. So komplex das jetzt aber auch klingt, so sehr hat die Musik auf „Essays In Rhyme On Passion & Ethics“ Hand und Fuß: Im rechten Moment setzt Sänger Efthimis auf Klargesang oder – anders herum – die Saitenfraktion setzt statt auf schrammelnde Gitarren auf brutales Riffgetacker. Nett darüber hinaus die komplexen Rhythmen und das melodische Bassspiel. Und der bisweilen vorhandene Pop-Appeal sowieso.

Eine gute CD also mit vielen Wendungen und Überraschungen. Nur selten ist die Musik zu komplex, nur selten erfüllen die Musiker die progressiven Direktiven über. Allerdings könnten für meinen Geschmack die sechs Songs einen noch größeren Fluss ergeben bzw. die eingängigen Passagen noch mehr in den Vordergrund rücken. Dann wäre von meiner Seite aus noch ein Pünktchen mehr drin. Wer sich aber an extremem Progressive Metal oder an progressivem Extrem-Metal versuchen möchte, bekommt mit „Essays In Rhyme On Passion & Ethics“ ein gutes Album, das nicht zuletzt mit einem differenzierten und sauberen Sound sowie einem tollen und stimmigen Artwork aufwartet.

12.07.2010

- Dreaming in Red -

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