Gus G. - Quantum Leap

Review

Soundcheck Oktober 2021# 15

Konstantinos Karamitroudis, besser bekannt unter dem Namen GUS G., hat sich als Gitarrist bei OZZY OSBOURNE und mit seiner eigenen Band FIREWIND einen Namen gemacht. Zudem war er als Live-Gitarrist bei ARCH ENEMY aktiv und bei MYSTIC PROPHECY, NIGHTRAGE und DREAM EVIL tätig. In unregelmäßigen Abständen veröffentlicht GUS G. Solo-Werke. 2018 erschien „Fearless“ und während der Pandemie folgt das instrumentale Werk „Quantum Leap“.

„Quantum Leap“ ist ein instrumentales Werk von GUS G.

Ein bekannter Gitarrist liefert ein instrumentales Werk aus. Spätestens nun gehen die Alarmglocken an. Gibt es ein circa 45 Minuten langes Gitarrensolo? In einem Interview erklärt GUS G., dass er genau diesen Ansatz vermeiden will. Er erläutert, dass er die Scheibe primär für sich selbst produziert hat und darauf hofft, dass sie auch Gefallen in der Fanbase findet. Instrumentale Scheiben sind nach seiner Auffassung die Nische in einem Nischenmarkt.

„Into The Unknown“ kommt jedoch genauso rüber, wie es GUS G. nicht wollte. Circa fünf Minuten Gitarrensolo mit Drums und Bass unterlegt. Ob „Exosphere“ oder „Quantum Leap“: technisch sind die Nummern allesamt hervorragend. Nur fehlt der rote Faden in Form eines Textes, wo sich die Masse der Hörer dran orientiert. Es geht mal etwas mehr in Richtung Progressive („Into The Unknown“), dann in Richtung Power Metal („Demon Stomp“) und einige Spielerein mit dem Synthesizer sind zu finden („Night Driver“). Die Masse auf der Scheibe bewegt sich im instrumentalen Hard Rock. Am Ende bleibt die dominante Gitarre, welche die Songs überlagert und wie ein unendliches Gitarrensolo über elf Nummern klingt.

Die CD-Variante bekommt als Bonus einige Live-Mitschnitte. Unter anderem liefert GUS G. Cover von DIRE STRAITS und THIN LIZZY. „Money For Nothing“ oder „Cold Sweat“ klingen in den Originalen jedoch eine Spur eingprägsamer. Die sieben Tracks mit Gesang sind ein angenehmer Farbtupfer nach dem überlangen Gitarrensolo.

GUS G. liefert ein überlanges Gitarrensolo

Knappe 46 Minuten liefert GUS G. ein exzellentes Gitarrensolo auf „Quantum Leap“, welches technisch über jede Kritik erhaben ist. Trotzdem dürfte die Scheibe nur etwas für Gitarrenfetischisten sein. Die meisten Menschen werden nach zwei oder drei Songs eine andere Ausrichtung suchen. Da helfen auch die Farbtupfer in Form von Synthesizer bei „Night Driver“ nicht. Am Ende dominiert die Gitarre und die Scheibe wird schnell eintönig. Das verleitet zur Nutzung der Skip-Taste.

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01.10.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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