Havok - Being And Nothingness

Review

Galerie mit 16 Bildern: Havok auf dem Summer Breeze Open Air 2017

HAVOK – ein Bandname, den es fast in jedem Land mindestens einmal gibt, welcher also schon etwas beinahe Alltägliches darstellt. Zerstörung gibt’s auch überall und genügend, doch wohl nirgends wird sie musikalisch schöner zelebriert als in Schweden. Beispiele schwedischer Todesbleikunst brauche ich hier wohl nicht geben, denn selbst wenn ich die meiner Meinung nach wichtigsten Vertreter aufliste, werden aus allen Ecken Einwürfe kommen, diese oder jene Kombo gehöre noch unbedingt dazu.

Zurück zu HAVOK. Sein und Nichtsein liegen nahe beieinander – Das Album ist vor allem eins: heftig. Und das Album ist eines nicht: eintönig.
Fast fühlt man sich ein wenig an CRYPTOPSY erinnert, betrachtet man die rasante Geschwindigkeit, die irrwitzigen Gitarrenläufe, die melodisch-akustischen Zwischenspiele, welche zwar manchmal nur Sekundenbruchteile in Anspruch nehmen, aber einen Hallo-Wach-Effekt erster Güte bieten. Trotzdem schaffen es HAVOK, nie in die aberwitzigen, labyrinthischen Verschachtelungen zu verfallen, die CRYPTOPSY seit jeher für einen Großteil der Ottonormalmetaller und Personen mit gesundem Menschenverstand schier unhörbar machten. In jedem Song finden sich griffige Riffs und unmenschlich wirkendes Schlagzeuggeprügel, welches aber nie stumpf durch die Botanik rattert, sondern auch genügend Fills zum Stirnrunzeln, zurückspulen und nochmals anhören bietet.

Auch die Growls bewegen sich in angenehmen, mittleren bis tiefen Regionen, wirken nicht wie Todesschreie eines stark erkälteten Gorillas sondern wütend-kontrolliert, ohne arg arrhythmische Ausbrüche. Apropos Ausbrüche: die Songs bewegen sich durchwegs auf konstantem Niveau äußerst weit oben, der einzige (zumindest stilistische) “Ausbruch“, der festzustellen ist, ist “Monologue With The Sky“, ein vierminütiges Instrumental auf einem alten, verstimmten Klavier, welches aber eine dermaßen schräge, geisterhafte Atmosphäre erzeugt, dass es sich unauslöschlich einbrennt in ein von der Band vorher sturmreif geballertes Gehirn.
Wie auch immer, der absolute, ultimative Überhammer-Song fehlt auf diesem Album noch – was aber nicht heißt, dass diese Band dazu nicht fähig wäre.

Dieses Album ist ein Glanzmoment des technischen Death Metal, das fast alles bietet, wofür man diese Musik liebt.

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02.02.2009

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