Heavy Water - Red Brick City

Review

SAXON-Veteran Biff Byford hat sich mit seinem ebenfalls sehr musikalischen Sohn Seb Byford zusammengetan, um unter dem Namen HEAVY WATER dem guten alten Hard Rock mit Blues-Einschlag zu huldigen. Die Idee entstand in der dunklen Phase, als der Lockdown-Blues im Hause Byford voll zugeschlagen hatte und eine Flucht in künstlerische Ablenkung höchst willkommen war.

In diesem musikalischen Hause wuchs Seb Byford als Sohn einer Metal-Legende auf und verinnerlichte so schon früh die harte Seite der Musik. Zu dem Einfluss durch seinen Vater gesellen sich Bands wie QUEENS OF THE STONE AGE, RADIOHEAD und SOUNDGARDEN. Somit ist das erste gemeinsame Album „Red Brick City“ eine Zusammenarbeit von zwei Generationen Rock ’n‘ Roll innerhalb einer Familie.

HEAVY WATER – Vater und Sohn rocken gemeinsam

Ein schweres Riff im Geiste der Metal-Urväter BLACK SABBATH läutet das Album ein und der zweistimmige Gesang von Biff und Seb klingt sehr kraftvoll. Leider verliert er nur im etwas einseitigen Refrain von „Solution“ einen Teil seiner Wirkung. Der Titelsong erschien bereits im Mai als erster Vorgeschmack auf das Album und atmet ebenfalls den niederdrückenden Geist der Kollegen aus Birmingham mit einem guten Schuss Blues in der Seele.

Der Klang der Produktion passt übrigens sehr gut zur Musik. Voll und klar, jedoch nicht überproduziert oder steril, lässt er der Musik genug Luft zum atmen. Für diesen Stil genau richtig. „Tree In The Wind“ ist eine ruhige Hymne, an die Standhaftigkeit in schweren Zeiten und hätte auch gut zu Biffs Hauptband gepasst. „Revolution“ startet genau wie der Opener mit einem starken Gesangspart von Vater und Sohn und wird genau so im zähen Refrain nur durch die starke stimmliche Leistung gerettet. Schade, denn der Song hätte es sonst sogar vielleicht zum Stärksten auf dem Album schaffen können.

Der Titel geht aber an das folgende „Personal Issue No. 1“, in dem Seb richtig auftrumpft. Bei allem Respekt vor dem großen musikalischen Vermächtnis seines Vaters, lässt er diesen stimmlich an einigen Stellen des Albums sogar hinter sich zurück. Der folgende Teil der Platte schaltet insgesamt einen Gang zurück und vor allem im letzten Teil übernimmt der entspannte Blues die Oberhand.

„Red Brick City“ – Leider eine etwas zwiespältige Angelegenheit

„Red Brick City“ hinterlässt einen gespaltenen Eindruck. Lobenswert zu erwähnen ist auf jeden Fall die Leistung beider Sänger, die perfekt miteinander harmonieren. Hier wird deutlich, dass Vater und Sohn sehr viel Spaß an der Zusammenarbeit hatten. Leider bleibt im Gegenzug die Qualität des Albums nicht konstant auf einem Level. Vor allem bei den Refrains verblasst leider oft die Euphorie, da sie im Vergleich zum Rest der Songs ein wenig uninspiriert wirken. Eine Zusammenarbeit von zwei Generationen innerhalb einer von Rock ’n‘ Roll  geprägten Familie ist trotzdem eine schöne Idee und ein paar zähere Parts beiseite gelassen, kann „Red Brick City“ durchaus nicht nur der Familie Byford Spaß machen.

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14.07.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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