Helevorn - Compassion Forlorn

Review

Hatte man sich 2006 auf der hörenswerten „December Songs“-Compilation bis über den Anfang der zweiten CD hinaus vorgearbeitet, gab es die heute zu den Aushängeschildern spanischen Gothic Dooms gehörenden HELEVORN zu entdecken. Bis „Compassion Forlorn“ ist man seitdem einen weiten Weg gegangen. Das mittlerweile dritte Album der Spanier hat mit dem damaligen Tribute-Beitrag lediglich das Grundgerüst gemein,…

…vom Minimalismus des damals weitestgehend originalgetreu arrangierten „12“-Covers ausgehend haben HELEVORN bis in die heutige Zeit mehr als nur ihren eigenen klar-druckvollen Sound weiterentwickelt. Jens Bogren von den schwedischen Fascination Street Studios hat auf „Compassion Forlorn“ wie schon beim Vorgänger einen standesgemäßen Job gemacht; der katatonisch angehauchte Death Doom der Frühphase ist dagegen zu einer symphonisch-gotisch aufgeladenen Heavyness mit Lieblichkeitsfaktor weitermutiert. Was nicht bedeutet, dass HELEVORN an süßlicher Biederkeit kranken. Sie opfern nur einen Gutteil finsterer Tiefgründigkeit so manches Mal auf Eleganz getrimmten Herschmerz.

In der ersten Hälfte lässt „Compassion Forlorn“ damit Kontur vermissen. Der operettenhafte Pathos kompensiert nicht den Mangel an Ideen, mit dem HELEVORN zum abwechslungsarmen Auftakt zu kämpfen haben. Ein Gesicht bekommt es erst in den Tempo-Variationen und der Wucht von „Delusive Eyes“ und „I Am To Blame“. Auch wenn Anhänger von THE FORESHADOWING oder seichteren MOONSPELL schon früher überzeugt werden dürften, packen HELEVORN ihre besten Ideen in den abschließenden „Reason Dies Last“ sowie „Els Dies Tranquils“ aus. Ein beschwingtes Gothic-Doom-Album zum nebenher Revue passieren lassen.

02.02.2015

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