Hellcrash - Krvcifix Invertör

Review

Es heißt zwar immer „don’t judge a book by its cover“, doch bei “Krvcifix Invertör” von HELLCRASH verdient der Einband besondere Aufmerksamkeit, denn hier gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Der Teufel von „Show No Mercy“, dem legendären Debüt von SLAYER, feiert hier sein Comeback. Die Illustration des Gehörnten könnte wirklich Eins-zu-Eins von jenem Werk geklaut sein.

HELLCRASH sind nicht gerade originell…

Auch musikalisch lassen sich HELLCRASH auf “Krvcifix Invertör” eher von alten Kultbands beeinflussen, als eigene Ideen zu präsentieren. Wer nicht nach den ersten Tönen des Openers „War Against Christ“ an VENOM denkt, der sollte seinen Ohrenarzt aufsuchen. Dabei ist auffällig, dass gerade dieser erste Song deutlich schwächer klingt als das restliche Material des Albums – da wurde wohl der falsche Song zur Eröffnung ausgewählt. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass HELLCRASH ein VENOM-Klon sind: Es finden sich zwar auch vereinzelt Einflüsse von frühen SLAYER und SODOM in ihrem schwarzen Thrash/Death-Sound, doch wer mit „Black Metal“ und „Welcome To Hell“ nichts anzufangen weiß, muss gar nicht erst in “Krvcifix Invertör” reinhören.

Mit “Krvcifix Invertör” zurück in die 80er

Das komplette Songwriting der Band klingt, als wären die Song 1985 geschrieben worden und auch die Produktion tönt so, als würde es sich um ein Album aus den Mid-1980ern handeln. HELLCRASH sind vergleichbar mit MIDNIGHT, wobei diese dann noch eine Spur eigenständiger klingen. Gerade im Bereich der Gitarrensoli sind die Parallelen aber nicht zu verleugnen: Die Musik von HELLCRASH ist räudig, simpel, im positiven Sinne primitiv. Abwechslung gibt es kaum. Die neuen Songs gehen straight nach vorne los und klingen allesamt, als hätte man alten VENOM-Demos aus den frühen 1980er- Jahren gefunden. Auch lyrisch beschäftig man sich primär plakativ mit Satan, dem Teufel, Beelzebub und Luzifer.

Besser gut geklaut als schlecht selber gemacht

Fassen wir also zusammen: HELLCRASH bieten Null Abwechslung, haben keine eigene Identität, keine eigenen Ideen, ja nicht einmal ein eigenes Coverartwork. Daraus sollte resultieren, dass nun ein vernichtender Verriss folgt. Das ist aber nicht so, denn HELLCRASH sind verdammt geil! “Krvcifix Invertör” ist ein extrem kurzweiliges und unterhaltsames, völlig geiles Album geworden. Die Songs machen einfach Spaß und man spürt bei jedem Lied die Freude und das Herzblut der Jungs, welches sie in das beinahe perfektionierte Nacheifern ihre Helden VENOM gepackt haben. HELLCRASH klingen einfach grundehrlich und authentisch. Die Band will nichts anderes, als VENOM sein und das gelingt ihnen gut. “Krvcifix Invertör” ist sogar noch deutlich besser, als es die letzten Werke von VENOM und VENOM INC. waren.

Wer also mit dem Spätwerk von Cronos, oder den „anderen“ VENOM, nur wenig anfangen kann, der bekommt hier ein passendes Placebo geboten. Ohne Vorwissen könnte man behaupten, es handele sich hier um bislang unveröffentlichten VENOM-Stoff aus der „Black Metal“-Phase der Briten. Also, VENOM-Legions, greift zu! Wer kein VENOM-Worshipper ist, darf gerne von der Wertung 1 bis 2 Punkte abziehen.

„Lay down your soul to the gods rock’n roll!”!

17.08.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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