Hypnos - In Blood We Trust

Review

Es gab mal eine verdammt coole, kultige tschechische Death-Metal-Kapelle namens KRABATHOR (kennt die eigentlich noch jemand?), welche nicht nur zusammen mit VADER zu den dienstältesten Todesbleiformationen Osteuropas zählte, sondern sich mit ihren erstklassigen Alben Schritt für Schritt den Ruf als eine der besten Bands dieses Genres erarbeitete. Die Zeichen standen auf Sturm, doch es kommt eben doch oft anders, als man denkt.

Aufgrund der Uneinigkeit über die zukünftige musikalische Ausrichtung stieg Bassist/Sänger Bruno nach dem superben „Orthodox“ aus und gründete mit dem weiteren ehemaligen KRABATHOR Mitglied Pegas HYPNOS, welche sich fortan anschickten, das ursprüngliche musikalische Erbe der einstigen Stammformation fortzusetzen, während KRABATHOR um Paul Speckmann „verstärkt“ mit dem Nachfolgealbum gnadenlos versagte und inzwischen Geschichte ist. Nach einer selbstbetitelten MCD als erstes Lebenszeichen folgte 2000 in Form von „In Blood We Trust“ das Debütalbum über Morbid Records, welches nun via Mad Lion Records wiederveröffentlicht wurde.

Hier zeigte sich schon sehr deutlich, welches Potenzial in der neuen Gruppe steckt. Das infernalische Trio überzeugte mit knallhartem, exzellenten Death-/Thrash Metal, recht brutal, der schnell auf den Punkt kommt. Direkte, prägnante Riffs, einige feine Soli, wuchtig-vehement hämmerndes Schlagzeugspiel, verzerrt pumpender Bass, tiefe Growls. Der Fokus lag klar auf straighten, eingängigen Old-School-Death-Metal, wenngleich ein gewisses technisches Niveau stets gehalten wurde. Im Verhältnis zu KRABATHOR war hier ein deutlich stärkerer Thrash-Metal-Anteil in den Stücken, und die Geschwindigkeit manchmal auch etwas gezügelter. Für angenehme Abwechslung sorgte die melodische, rechte gemächliche (Death-)Metal-Ballade „Lovesong“.  Und mit IMPALED NAZARENE Frontkreischer Mika Luttinen hatten HYPNOS auch gleich einen illustren Studiogast Marke fieser Schreihals, welcher zusätzliche Akzente setzte.

„In Blood We Trust“ steht auch 2012 für kraftvollen, abwechslungsreichen Death Metal mit starker Thrash-Schlagseite. Als Bonus gibt es bei diesem Re-Release obendrein noch die vier Stücke der MCD, wobei die drei Eigenkompositionen sowieso in anderer Version schon auf dem Album zu finden sind, so dass der eigentliche zusätzliche Kaufanreiz das vehemente Cover des BULLDOZER Krachers „The Cave“ darstellt.

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03.03.2012

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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