Infernaeon - Genesis To Nemesis

Review

Mit einer gewaltigen Wut brechen gleich zu Beginn des neuen Jahres INFERNAEON über uns herein, als gäbe es kein Morgen mehr. Anscheinend haben die Amerikaner die Schnauze voll von Weihnachten, denn mit ihrem Zweitwerk “Genesis To Nemesis“ haben sie einen ungeheuerlich starken Hassbatzen im Gepäck, welcher gekonnt zwischen Black und Death Metal pendelt. Mit dieser düsteren und aggressiven Mischung werden sowohl Erinnerungen an europäischen Black Metal-Bands, als auch Death Metal der amerikanischen Schule wach.

Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass “Genesis To Nemesis“ hauptsächlich in hohen Geschwindigkeitsregionen angesiedelt ist und mit vielen Tempowechseln auftrumpfen kann. Besonders die erste Hälfte des Albums macht keine Gefangenen und bietet mit Songs wie dem Opener “First Of The Fallen“ oder “Legacy Of Cain“ Hochgeschwindigkeitsgeschosse der schwarzen Art. So dienen dann Songs wie das höllisch groovende “Ziasudra“ als gelungene Verschnaufpause. In der zweiten Hälfte erhält dann der amerikanische Death Metal mehr Einfluss was aus “Immaculate Deception“ und “Graven Image“ hervorragende Abrissbirnen macht. Mit dem finalen “Revelations“ bündeln INFERNAEON nochmal ihr Können und schicken uns mit einem grandiosen Finale ins Verderben. Ausfälle sucht man auf “Genesis To Nemesis“ vergebens, dafür bietet dieses Album zu viel hochwertiges Material. Einzig die in der Mitte der Platte angesiedelte Cover-Version von METALLICAs “Creeping Death“ mutet etwas komisch an, da sie ein wenig den Fluss des Albums stört. Diese Huldigung hätte sich am Ende eventuell besser gemacht.

Technisch gibt es an “Genesis To Nemesis“ rein gar nichts zu meckern, die Musiker verstehen eindeutig ihr Handwerk. Das Saiten-Duo aus Taylor Nordberg und Steve Harger zaubert eine Menge cooler Riffs aus dem Ärmel und lockert alle Brachialität mit interessanten Leads auf. Dazu knüppelt sich Schlagzeuger Jeramie Kling nahezu meisterlich durch das Album und wird dabei von Kevin Gibbons am Bass tatkräftig unterstützt, wodurch “Genesis To Nemesis“ einen ungemeinen Groove erhält. Über allem thront Brian Werner, der mit seinem Wechsel zwischen fiesem Gekreische und kräftigen Growls der Platte den letzten Schliff verpasst. Immer wieder lockern INFERNAEON dieses Brett mit einigen Keyboardpassagen auf, was eine gelungene Abwechslung bietet. Auch Produktionstechnisch wird mit “Genesis To Nemesis“ nur allerhöchste Güteklasse geboten. Die Produktion ist differenziert und druckvoll und jedes Instrument erhält seinen Raum, nur das Keyboard dürfte an wenigen Stellen etwas mehr im Hintergrund agieren.

Jetzt läuft dieses Jahr erst seit ein paar Tage und schon steht mit INFERNAEON eines der definitiven Highlights für 2011 an. Dieses Album kann man Fans von BEHEMOTH, VITAL REMAINS oder VADER nur wärmstens empfehlen!

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11.01.2011

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