Infernal Angels - Midwinter Blod

Review

Das italienische Quintett INFERNAL ANGELS dürfte mit seiner zweiten Veröffentlichung im Fulllength-Format kaum große Wellen schlagen. Denn auch wenn man durchaus bemüht scheint musikalisch einem klirrend kalten Polarmeer zu gleichen klingt „Midwinter Blod“ zu sehr nach einem lahmenden, mediterranen Wellengang um von sich reden machen zu können. Grund hierfür ist vor Allem die glasige Durchschnittlichkeit, die sich wie ein roter Faden durch die gute Dreiviertelstunde melodischen Black Metals zieht.

Basis des Gebotenen ist Schweden: Alte NAGLFAR-Veröffentlichungen dürften im Proberaum der Mannen wohl desöfteren ihren Weg in den CD Player gefunden haben und so machen sich die infernalen Engel erst gar nicht die Mühe vom eingeschlagenen Pfad abzuweichen. Dass man im Verlauf die Klasse eines „Vittra“ natürlich nicht erreichen kann ist dabei nicht einmal zwingend überraschend- schließlich tut sich hiermit selbst das Original schwer. Es bleibt also bei nettem Midtempo, einer melodischen Leadgitarre und deren logischer Begleitung. Auch der Bass scheint sich selbst wichtig genug zu nehmen um die tonangebenden Gitarrenläufe vornehmlich zu kopieren, was in der Regel leider meist eher unglücklich als virtuos anmutet. Das (schrecklich getriggert klingende) Schlagzeug bleibt dabei meist im gehobenen Midtempo und findet selten den Weg in groovige, gemäßigte Bereiche. Schade eigentlich, denn jene hätten „Midwinter Blod“ wohl ebenso gut getan wie schmerzlich vermisste Blastpassagen. Die tiefe Keife des Frontmanns rundet zu guter Letzt das Durchschnittsunterfangen immerhin halbwegs stimmig ab.

Glücklicherweise, und hier liegt wohl auch der Hund begraben, ist „durchschnittlich“ nicht zwingend mit „grottenschlecht“ gleichzusetzen. Denn jene Passagen, die letztgenanntem Prädikat nahe kommen werden in der Regel von überraschend hymnischen und stärkeren Momenten abgelöst. So bleibt ein Album ohne wirkliche Höhen und Tiefen zurück, welches wohl recht schnell in Vergessenheit geraten dürfte.

01.11.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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