Irdorath - The Final Sin

Review

Fünfzehn Jahre haben die Österreicher von IRDORATH nun schon auf dem Buckel. Nach vier Alben und diversen bandinternen Unstimmigkeiten steht das Bandkonstrukt nun so wie es sein soll – und das ist wirklich stimmig. Die Herren ergänzen sich musikalisch perfekt. Grund genug die Band und das neue Album „The Final Sin“ genauer unter die Lupe zu nehmen.

Mit Volldampf voraus – IRDORATH

IRDORATH, das ist doch diese Mittelalter-Rock-Band? Weit gefehlt, hier geht es um die astreinen Black-Thrasher. Die lassen mit ihrem fünften Studioalbum und einem Re-Release ihrer EP „Götterdämmerung“ inklusive Bonustrack eine regelrechte Bombe auf die Musikwelt los. Neun Tracks, randvoll mit genialen Riffs und einer ausgefeilten Produktion.

Blackened Thrash oder Thrash mit Black-Metal-Einfluss, das bleibt dem geneigten Hörer überlassen. Blastbeats gibt es en masse und auch rumpelige und hämmernde Parts, was beide Stilrichtungen rechtfertigt.

Optisch fühlen sich die Österreicher eher dem Black Metal hingezogen und glänzen auf Bandfotos mit Corpsepaint. Auch vom Songwriting her ist der Stil ganz klar dem Black Metal zuzuordnen, da eine kritische Auseinandersetzung mit der Bibel im Mittelpunkt des Geschehens steht.

Klarer Anspieltipp ist „Disgust Of Enlightenment“. Ein Song, der fünf Minuten pure Raserei mit Hooklines und wuchtigen Riffs paart. Sänger Markus donnert standhaft mit seinen tiefen, kratzigen Shouts und Growls durch die Boxen. Wuchtig, intensiv und mit klarer Struktur brillieren IRDORATH.

Hymen und Geschepper – The Final Sin

Ein absoluter Hinhörer ist der Opener „Chains Of Virtue“. Langsam kriechen die antireligiösen Vocals durch das Dickicht aus stampfenden Drums und dröhnenden Gitarren, bis alles in einem Sumpf aus Zerstörung und Wut mündet. Rasante Parts wechseln sich mit melodiösen, ruhigeren Passagen ab. Schlussendlich enden sie in einem chaotischen Ganzen.

Da gibt es doch nichts zu meckern – fast. Jeder Song ist ein Brecher und trotzdem hinkt das sich wiederholende Konzept beim dritten Durchlauf der Scheibe. Neben treibenden Beats und pfeffernden Hymnen weichen IRDORATH niemals von ihrem Konzept ab. Schade, ein bisschen Abwechslung würde noch mehr Leben in die Songs bringen. Nichtsdestotrotz haut „The Final Sin“ rein und versüßt jede lange Autofahrt.

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26.04.2020

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