Iron Fire - Blade Of Triumph

Review

60 Minuten Power Metal aus Dänemark? IRON FIRE machts möglich. Die wechselvolle Bandstory spare ich mir hier; nur soviel sei gesagt, IRON FIRE machten schon immer True Metal mit Power-Vibes, bedienten sich allermöglichen Genreklischees, verabscheuten moderne Klänge und ließen den Gitarren gerne Raum, die Tonleitern in alter Manier rauf und runter zu flitzen, ohne Achtung vor Atmosphäre oder Songstruktur. Frederik Nordström, der ja produzententechnisch zuletzt mehr und mehr zum melodischen Power Metal neigt, übernahm den Mix und verpasste der Band einen gewohnt transparenten Klang. „Blade Of Triumph“ nun nennt sich das neue Werk, wollen wir doch mal sehen was Danish Dynamite zu bieten hat…

Butterweich beginnt „Dragonheart“. Der Gesang von Martin Steene lässt von Anfang an keinen Zweifel, dass er als Zielpublikum vor allem die Hörer der Volksmusik ausgewählt hat; denn schmachtend leiert er (manchmal durchaus unsicher) sein Pensum herunter, man kann sich vorstellen, wie er die Treppe hinunterkommt, sich den Achtzigjährigen (Damen!) spielerisch auf den Schoß setzt und Rosen verteilt. Die Gitarrenarbeit des Openers wirkt improvisiert; ich denke, da wurden die Licks nur einmal aufgenommen und gleich für ausreichend befunden. Müßig zu erwähnen, dass das ein verdammt schlechter Start ins Album ist. „Bloodbath Of Knights“ ist dann schon eine Ballade. Was soll ich sagen? Ideenlos, kraftlos, ohne Eier. Fast tun mir nun STONE LAKE leid, denen ich ebenso drei Punkte für ihr in Kürze erscheinendes Werk einräumte, denn die sind fast einfallsreich zu nennen gegen IRON FIRE. „Dawn Of Victory“ wirkt unproduziert, ich denke, Frederik hat wenig mit dermaßen schwacher Musik zu tun; er wird nur seinen Namen geopfert haben. Nicht sehr schlau das. Der Chorus ist absolut Bayern-Schlager-kompatibel, ich hätte noch eine Ziehharmonika ins Spiel gebracht, dann könnte man das ganze in einem hier nicht weiter zu besprechenden Segment plazieren, erfolgreich womöglich.

„Lord Of The Labyrinth“ soll härter sein, dann wieder das Gesülze des wirklich nicht allzu talentierten Martin, nö, das ist gar nichts. Wie soll sowas unmetallisches bewertet werden? Kein Blues, keine Heavyness, keine guten Balladen, keine netten Soli, keine mitreißenden Vocals, von New-, Death-, Black-, Dark- oder auch Heavy Metal der guten alten Zeit keine Spur, das Wikinger-Cover verschleiert wie bei den Kollegen von TURISAS die leidige Tatsache, es hier keineswegs mit heroischen Kämpfern, sondern mit Schwiegermuttilieblingen zu tun zu haben, die an der Heizung sitzen und die Krawatte auch beim Kuchenessen anlassen. Und das reicht nunmal nicht. Gut, der Ripper oder Rob Halford werden auch noch zitiert, es gibt mal einen Tempovorstoß, doch letztlich dominiert die Viererkette, und zwar zweifach. Mit „Blade Of Triumph“ werden sie nichts reißen; da muss ich nun kein Prophet sein, wenn ich das vorhersage. Die Zielgruppe beachte lieber INTENSE, BEYOND FEAR, FORCE OF EVIL, WOLF, STORMWARRIOR oder die bekannten alten Recken.
Ach ja, und THE ZIMMERS dagegen sind origineller, härter, schneller, packender, echter Viking-Core.

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21.06.2007

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