Izz - Crush Of Night

Review

IZZ aus New York sind eine großartige Band. Ich muss das an den Anfang stellen, weil sie in Deutschland immer noch sehr unbekannt sind, und aus der Wertung 7/10 nicht hervorgeht, wie toll ich sie eigentlich finde. Jede Progrockband muss sich nicht nur an ihren Songs bewerten lassen, sondern auch, wie sie die komplexe Materie Jazz in ihre Spielart, und damit die Gesetze der Rockmusik hineinarbeiten. Und was das angeht, sind IZZ nicht nur herausragend, sondern auf „Crush Of Night“ so gut wie noch nie: Das Bluesschema im Klavier sorgt für fantastisch gefühlvolle Spitzen, die Schlagzeugarbeit rockt vertrackt vor sich hin, und Bassist John Galgano übersetzt die mittlerweile schwer zugängliche Jazzspielweise in wellenartige Bewegungen, die mal zum Grooven und mal zum Schwelgen anregen. Dass darüber hinaus einige Songs nicht funktionieren, muss man verzeihen.

Aber das werden Fans ohnehin gewohnt sein. IZZ war immer schon eine Band, die besser darin war, besondere Momente zu inszenieren, als gewichtige Einzelsongs. Unvergessen ist in dieser Hinsicht der Song „Late Night Salvation“ auf dem Vorgängeralbum „My River Flows“, der über Minuten hinweg unauffällig jazzpopt, bis er plötzlich eines der grandiosesten 3/4-Takt-Soli aller Zeiten runterzockt. An diesem Beispiel gemessen, ist „Crush Of Night“ deutlich besser geworden. Viele Songs halten ein durchweg großartiges Niveau, wie der Opener „You’ve Got A Time“ oder die Halbballade „Solid Ground“. Ein wenig typischer wird es mit dem dynamischen Epos „Crush Of Night“, der aus den beiden Einzelsongs „This Reality“ und „The Crush Of Night“ besteht. Dieser hat zwar seine Momente und ist auch insgesamt ziemlich gut, gleichzeitig hätte ich ihn mir aber besser gewünscht. Lange Spielzeiten mit dichter Dramatik zu füllen wird hoffentlich im nächsten Album noch realisiert. Wobei meine Kritik vor allem den ersten Teil meint. Der Titelsong macht seine Sache deutlich besser.

Auf dem nächsten Album hätte ich auch gerne keine Songs wie „Words And Miracles“ mehr drauf. Das ist typische Progkonkursmasse: Nicht richtig Jazz, nicht richtig Rock, und zu allem Übel irgendwie nervig. Aber da bin ich optimistisch. Trotz einiger Durchhänger macht schon „Crush Of Night“ richtig Spaß und gibt dem althergebrachten Genre durch gelungenes Bassspiel neue Akzente. Hier sollte man nicht ohne genaueren Blick vorbeigehen.

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18.10.2013

Der metal.de Serviervorschlag

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