Kyle Gass Band - Kyle Gass Band

Review

Cant you see he’s the man,
Let me hear you applaud,
He is more than a man,
He’s a shiny golden god.

If you think its time to fucking rock,
And fucking roll, out of control,
Well then you know you’ve got to rock the block,
And fucking suck, My fucking cock

Cause when you rule, you fucking school,
All of the fools out of their jewels,
Cause if you think its time to,
If you think its time to,
If you think its time to fucking rooooock.

He is going to kick your fucking ass,
And you know his name is Kyle Gass
Rocking and fucking rolling,
And fucking rocking, and fucking rolling

So besingt JACK BLACK seinen in Wirklichkeit glatzköpfigen Sidekick in der mittlerweile legendären Szene aus „Tenacious D in The Pick of Destiny“. Neun Jahre später gewinnen TENACIOUS D mit einem DIO-Cover den Grammy für die „Best Metal Performance“ – vor SLAYER und MASTODON. Dass der dicke Mann mit dem Hawaii-Hemd-Crush nicht NUR blödeln kann, beweist er zudem seit mittlerweile 1997 bei seinem Hard-Rock-Projekt TRAINWRECK. 2015 ist es nun endlich an der Zeit für KYLE GASS‘ erstes Quasi-Soloalbum – auch wenn ein paar der üblichen Verdächtigen aus dem Dunstkreis des D natürlich wieder dabei sind.

Das selbstbetitelte Debüt zelebriert den infantilen und oft grandiosen TENACIOUS-D-Humor dabei nicht so konsequent weiter, wie es sich manch einer vielleicht gewünscht hätte und wie das Cover auch zumindest ein wenig suggeriert. Klar, bei „Bro Ho“ darf geschmunzelt werden und „Our Job To Rock“ ist ein seiner harmlosen Feel-Good-Selbstreferenzialität ebenfalls ziemlich typisch. „Manchild“, „Dyin‘ Day“ und „Gypsy Scroll“ wollen aber ohne Zweifel auch zumindest etwas ernst genommen werden.

Und da liegt möglicherweise der Haken, denn die Musik der KYLE GASS BAND steckt so voller sämtlicher Klischees US-amerikanischer Rockmusik, dass sie eigentlich mit einer gewissen, augenzwinkernden textlichen Distanz ausgeliefert werden müsste. Das riecht nach LYNYRD SKYNYRD und KID ROCK, mit Gesang, der mehr als nur einmal an CHRIS CORNELL und AUDIOSLAVE erinnert. „Tremendous“ schreckt auch nicht vor Classic-Rock-Solo und AC/DC-Schluss-Geschrammel zurück und „Ram Damn Bunctious“ und „Getting The Band Back Together“ recyceln einfach das Beste aus allen Highway-Gassenhauern, die wir niemals wieder hören wollten. Und als wäre das noch nicht genug, taucht im Rückspiegel immer mal wieder ein Harmonika-Hillbilly auf und würzt die dahinplätschernden Songs mit noch ein bisschen mehr Amerika.

Möglicherweise ist das aber genau jene Musik, die man von der KYLE GASS BAND erwarten musste. Der nächste von Bourbon und Dosenbier getränkte Grillabend kommt bestimmt, und auch Hawaii-Hemden kann man dann mal wieder tragen. Ausnahmsweise.

24.02.2015

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