L'ame Immortelle - Tiefster Winter MCD

Review

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„Tiefster Winter schafft sich Raum, wo einst Frühlingsblumen blühten…“. Wenngleich diese Textzeile momentan noch nicht ganz dem hiesigen Wetter entspricht, so verkünden diese Worte zumindest eine neue Veröffentlichung aus dem Hause L’ame Immortelle, was sicherlich für die meisten von uns eine erfreulichere Kunde sein dürfte, als die Befürchtung, der Herbst sei dieses Jahr etwas zu kurz gekommen… Nach dem Erfolgsalbum DANN HABE ICH UMSONST GELEBT, melden sich die auf ein Duo dezimierten Österreicher nun erstmals wieder mit der MCD TIEFSTER WINTER zurück, welche einen Vorgeschmack auf den nächsten, für Februar 2003 geplanten Longplayer gibt. Was hat sich seit Januar diesen Jahres getan? Zum einen musste sich Gründungsmitglied Hannes Medwenitsch aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen, was jedoch glücklicherweise keine musikalisch negativen Auswirkungen mit sich brachte. Zum anderen vermittelt TIEFSTER WINTER den Eindruck, dass man bildlich gesprochen, einen Schritt nach vorne gemacht hat, jedoch nicht auf Kosten der Identität. Der Titeltrack lebt in hohem Maße vom bekannten Wechselspiel zwischen Thomas und Sonja, wo abermals unterkühlt verzerrte Vocals auf einen lieblichen Gegenpol treffen. Ebenfalls sehr konträr mutet anfangs die Verflechtung von Streicherarrangements und zuweilen monotonem Programming an; jedoch versprüht gerade dieser Gegensatz nach nur wenigen Durchläufen einen äussert betörenden Charme und ebnet somit wohl den Weg auf die Tanzflächen, wo sich „Tiefster Winter“ bestimmt eine ganze Weile lang halten wird. Eine sehr gelungene Interpretation dieses Stücks liefern Zeromancer in Form ihres Remixes ab, welche dem Original in Nichts nachsteht. Den „Klubtekk Remix“ dagegen hätte man sich getrost sparen können, ebenso wie das unspektakuläre Instrumental-Outro „Scheideweg“, welches sich im Übrigen nicht auf die anfangs erwähnte Trennung von Hannes bezieht, wie ich aufgrund des Titels vermutet hatte. Ein echtes Highlight hingegen befindet sich noch in Form von „Just Defy“ unter den 5 Tracks und somit fällt mein Fazit schließlich doch positiv aus. Wer über den überflüssigen Remix und das langweilige Outro hinwegsieht, bekommt ein leckeres, wenn auch nicht gerade opulent ausgefallenes Häppchen, welches Appetit auf den neuen Longplayer macht, der am 03. Februar 2003 unter dem Titel ALS DIE LIEBE STARB veröffentlicht und hoffentlich wieder ein etwas liebevoller gestaltetes Coverartwork tragen wird…

10.11.2002

Der metal.de Serviervorschlag

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