Memory Garden - Doomain

Review

Ganz dem Genre entsprechend, lassen sich MEMORY GARDEN gerne etwas mehr Zeit zwischen zwei Albumveröffentlichungen. Alles kein Problem, heißt die Spielwiese des Quintetts doch Doom Metal. 1992 gegründet bringen es die Schweden bis heute gerade einmal auf vier Longplayer. Mit “Doomain” wird heuer Album Nummer fünf in die Regale geschoben und Fans dürfen sich erneut auf eine spannende Reise durch den Garten der Erinnerung freuen.

So ein wenig sitzen MEMORY GARDEN dabei seit jeher zwischen den Stühlen. Von der reinen Doom-Lehre sind sie ein ganzes Stück weit entfernt, da sich in dem Sound der fünf Musiker auch Elemente aus dem Power Metal befinden, die hier und da durch dezente Ausbrüche in progressive Gefilde sinnvoll ergänzt werden. Was sie aber dennoch mit dem Genre verbindet, sind nicht nur das typische schwere Riffing und die gebremste Geschwindigkeit der Songs, sondern vor allem auch das wichtige Transportieren von Atmosphäre und Emotionen. Hier kommt Sänger Stefan Berglund ins Spiel, der es schafft eben jene Attribute zu vermitteln und den Hörer mit seiner charismatischen Stimme für sich einzunehmen. Songs wie “Latent Lunacy”, das majestätische “Daughters Of The Sea”, “The King Of The Dead” oder der schwere Titeltrack verbinden die powermetallischen Elemente optimal mit der soundtechnischen Grundessenz Doom Metal. Dem gegenüber stehen harte Stücke wie der Opener “The Evangelist” oder “Violate & Create”, die den guten Gesamteindruck des Albums perfekt abrunden. Von der technischen Seite gibt es auf “Doomain” ebenfalls nichts zu bemängeln. Die Produktion ist druckvoll und MEMORY GARDEN agieren sehr detailverliebt, was die Stücke nicht nur vielschichtig macht, sondern ihnen auch Langzeitwirkung garantiert. Bei einigen Songs braucht man hierdurch mehrere Durchläufe bis man alle Aspekte des Songwriting erfasst hat. Andersherum ist die Musik auf “Doomain” nicht zu verkopft. Es ist möglich den Songfluss jeder Zeit nachzuvollziehen und sich der Mischung aus Doom- und Power-Metal bei einem guten Glas Wein oder Single Malt genüsslich hinzugeben.

Puristische Doomjünger könnten dennoch weiterhin ihre Probleme mit MEMORY GARDEN haben, denn die Melodien auf “Doomain” sind – verglichen mit denen vieler Kollegen – doch recht fröhlich gehalten (ohne allerdings auf ‘Tralala’-Niveau abzusinken), was die Schweden wiederum für die Power-Metal-Fraktion interessant macht. Wer allerdings ohne Scheuklappen an die fünfte Platte der Jungs geht, wird eine Menge wunderbarer Musik entdecken. So oder so, MEMORY GARDEN haben mit “Doomain” eine starke Scheibe veröffentlicht, die eigentlich beiden Fraktionen zusagen sollte.

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02.04.2013

Der metal.de Serviervorschlag

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