Metalite - Biomechaniclas

Review

Kurz notiert

Meine Herren, was habe ich mich vor diesem Album gedrückt. Fünf Punkte habe ich mir im Soundcheck als Zeichen guten Willens damals entlocken lassen, doch ist alles noch viel schlimmer. Was die Schweden METALITE uns auf „Biomechanicals“ bieten, grenzt schon an mutwillige Körperverletzung. Keine herausragenden Riffs, dafür ein penetrantes Dieter-Bohlen-Gedächtnis-Keyboard, das allerorts zu hören ist. Wirklich, nicht ein Riff bleibt im Gedächtnis hängen. Ein Armutszeugnis für eine Metalband. Dafür wird mit 08/15-Ohrwurmmelodien auf Teufel-komm-raus versucht so etwas wie Stimmung einzufangen, bzw. zu verbreiten. Wir sind hier aber immer noch im Metal und nicht auf am Ballermann. DIO würde sich im Grabe umdrehen, müsste er dieses Album hören. Hinzu kommt, dass die Produktion von Jacob Hansen, den ich eigentlich sehr schätze, auf „Biomechanicals“ nicht aus dem aktuellen Einheitsbrei herausragt. Wenn METALITE die Zukunft des Metal sein sollen, bleibe ich mit meiner musikalischen Hörbildung freiwillig im Jahr 1988. Ganz gruselige Sache. So hat die Band zurecht den letzten Platz in unserem Soundcheck für sich beansprucht.

21.01.2020

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5 Kommentare zu Metalite - Biomechaniclas

  1. Wild_Healer sagt:

    Musik für Leute, die auch mal behaupten wollen „Metal“ zu hören. Grauenhaft.

    1. nili68 sagt:

      Warum sollte man das wollen..?

      1. Wild_Healer sagt:

        Weil man gerade bei taff einen Bericht über dieses Wacken Open Air gesehen hat. Da sind alle voll freundlich, obwohl die so harte Musik hören. Gleich mal schauen ob ich eine Band finde, die so eine Musik macht damit ich auch dazu gehöre.

      2. nili68 sagt:

        Ja gut, es mag wohl Leute geben, die unter bestimmten Umständen auf solch absurde Ideen kommen. Man sollte sich eigentlich über nichts mehr wundern, aber ich tue das immer wieder.. :-/

  2. der holgi sagt:

    Zwei Gedanken dazu:

    1. Clever gemachter Schlager-Metal, klingt modern, kitschig, ist feminin und verkauft Frauenpower der Sorte „Hausmütterchen lässt sich nicht unterkriegen“, da wippt jede Mutti in den Hüften.

    2. Natürlich Kackmucke per Excellence, hat mit Metal nix zu tun und gehört gedisst 😀

    Aber wer auch immer dahinter hängt wird die Festivals rocken mit dieser Band, die Herr scharen an Wochenend-Metallern samt Mutti die sich fein gemacht hat dafür, extra bissel was bei EMP gezogen, werden live dazu schunkeln und das Bier in die Höhe recken, die restlichen Trve Metaller, wenn sie denn besoffen genug sind, haben auch ihren Spass, ganz sicher.

    ich meide Festivals, aus Gründen 😀