Nocturnal Rites - The 8th Sin

Review

Nachdem sich vor gar nicht langer Zeit weite Teile der internationalen Power-Metal-Szene mit allzu Kinderlied-lastigen Tralala-Produktionen selbst ins Abseits manövriert haben, hat mittlerweile Gottseidank ein Umdenken stattgefunden. Praktisch alle relevanten Bands des Genres trimmen ihre Sounds wieder auf erdigere Heaviness und kehren überdeutlich ihre 80er-Jahre-Hard-Rock-Roots nach außen.
Auch NOCTURNAL RITES zählen zu den Bands, denen man diese Wurzeln zweifelsfrei abkauft. Den Sound ihres neuen Albums als „achte Todsünde“ zu bezeichnen ist vielleicht übertrieben, passt aber hervorragend in den Kontext des achten Studiowerks. Ihren Trademarks bleiben die Schweden durchgängig treu, ohne dabei auch nur im Geringsten altmodisch zu klingen. Langeweile kommt bei den gutlaunigen Hymnen nicht auf.

Die markante Stimme von Jonny Lindqvist ist eine der offensichtlichsten Stärken der Band. Wer genauer hinhört, den dürfte allerdings auch die Riff-Arbeit des Gitarrenduos Fredrik Mannberg / Nils Norberg überzeugen. Ob flott auf den Punkte gespielt – wie im hymnenhaften Mitsing-Opener „Call Out To The World“ – oder gefühlvoll („Till I Come Alive“), hier wird technisch äußerst sauber gearbeitet und es bleiben keine Wünsche offen.
Wenn man schon glaubt, alles gehört zu haben, was NOCTURNAL RITES zu bieten haben, überrascht das Quintett im achten Stück „Strong Enough“ mit abgefahrenen Gitarrenläufen und technischen Spielereien, die man eher im Repertoire namhafter Progressive-Bands vermutet hätte. Ein leiser Hauch von Industrial umweht hier die Rhythmen von Bassist Nils Eriksson und Drummer Owe Lingvall. Definitiv eines der Highlights dieses starken Albums!

Natürlich gibt es mittlerweile hinreichend fähige Bands, die in dieselbe musikalische Kerbe schlagen wie NOCTURNAL RITES. Dennoch sind die Schweden eigenständig genug, um die meisten Genregenossen deutlich hinter sich zu lassen. So ist „The 8th Sin“ zwar kein absoluter Allzeit-Klassiker geworden, wer sich jedoch seiner powermetallischen Sünden nicht schämt, sollte hier mal ein Ohr riskieren!

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17.06.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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