Northaunt - The Omnious Silence

Review

Dem unberührten, unbeirrbaren Lauf der Dinge scheinen Northaunt gelauscht zu haben und haben dem verhallenden Echo dieser Ursprünglichkeit mittels der Resonanz menschlicher Empfindung auf „The omnious silence“ zu unvermittelterem Klang verholfen. Regnendes Rauschen, dumpfes Donnern und eisiges Wehen spannen den klangmalerischen Himmel auf, der wie sein irdisches Ebenbild düster verhangene als auch klare, lichte Zustände sein Eigen nennen darf und in seinen Tiefen Quell aller Regung ist. Vertraut und beruhigend klingen da die schüchtern angeschlagenen Seiten einer Gitarre, eines Pianos, in ungewisser Zurückgelassenheit mit dem zugrundliegenden Klangabdruck der Natur, für den die Landschaft Norwegens Urbild ist. Flüstern und verwehte Worte, für die sich unter anderem Tania Stene alias „Nacht“ ( von Aghast und vielen vielleicht auch bekannt durch die Covergestaltung der Ulver Alben „Bergtatt“ und „Nattens Madrigal“ ) verantwortlich zeigt, nehmen die Angst vor einer uns verlorengegangenen Vertrautheit mit dieser Ursprünglichkeit, die neben einer rauen auch eine verzückende Seite hat, die warm schwebende Synth-Klänge vermitteln. Ruhe ist vonnöten, um zum kontemplativen Kern von „The omnious silence“ vorzudringen, der aber Gleiches zu geben in der Lage ist.

30.04.2001

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