Obscura - Illegimitation

Review

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Die Münchner Extrem-Metaller OBSCURA sind bereits seit über zehn Jahren aktiv. Seitdem hat sich einiges getan, von der Gründungsbesetzung ist mittlerweile nur noch Gitarrist Steffen Kummerer übrig geblieben. Trotz diverser Line-up-Veränderungen hat die Truppe in der Vergangenheit aber einige hochwertige Veröffentlichungen vorgelegt. Und spätestens mit dem letzten Release „Omnivium“ katapultierte man sich international in die vorderste Liga der technisch-anspruchsvollen Metal-Bands. Nun legen die Mannen um Gitarrenheld Christian Münzer und Wunder-Drummer Hannes Grossmann (beide ex-NECROPHAGIST) gewissermaßen eine kleine Bandbiografie vor. Die Platte enthält die vier Songs des ersten OBSCURA-Demos „Illegimitation“, drei Songs aus den „Cosmogenesis„-Sessions sowie drei Cover-Versionen, die im Jahr 2011 entstanden. Dazu gibt es im Booklet der CD einen geschichtlichen Abriss der Bandhistorie, verfasst von Axtmann und Sänger Kummerer.

Die vier Demo-Songs zeigen deutlich, welche Formationen bei der Bandgründung anno 2002 musikalisch Pate standen. Das Material klingt insgesamt etwas simpler und weist in vielen Phasen deutliche Parallelen zu DEATH und DISSECTION auf, und auch insgesamt kommt das Klangbild merklich schwedischer daher. Der Opener „And All Will Come To An End“ kommt zunächst noch etwas hölzern und unausgegoren daher, das Stück wirkt insgesamt wie eine lose Aneinanderreihung von Ideen und kann nicht wirklich überzeugen. Die übrigen drei Tracks sind etwas stärker, besonders das zackige „Fear“ und das abschließende „Immanent Disaster“ wissen zu gefallen.

Im Anschluss heben die drei „Cosmogenesis“-Tracks das Niveau merklich an, was natürlich auch am Mitwirken von Christian Münzer liegt, der 2008 zur Band stieß. Dabei lässt sich die Entwicklung der Band in Richtung des letzten Meisterwerks „Omnivium“ schon erahnen. Die Kompositionen wirken stimmiger und ausgefeilter, insbesondere das brachial beginnende „Open The Gates“ kann mit furiosen Blastbeats und anspruchsvollem Riffing überzeugen. Und auch der Sound tönt merklich moderner und transparenter, was den technisch anmutenden Kompositionen natürlich zugute kommt. Nach dem etwas zäherem „Headworm“ folgen zum Abschluss die drei Cover-Versionen, die allesamt gelungen sind, aber nicht wirklich bahnbrechend. Letztlich sind die Songs eine handwerklich sehr sauber umgesetzte Huldigung der alten Helden, nicht mehr und nicht weniger.

Am Ende ist „Illegimitation“ ein nettes Gimmick und eine handliche Dokumentation der Geschichte von OBSCURA. Sicherlich kein Pflichtkauf, aber für Fans ein schönes Sammlerstück. Für alle anderen empfiehlt sich, das Teil im Laden erst einmal anzutesten.

29.08.2013

"Am Ende isses immer Arbeit."

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