Postmortem - Bloodground Messiah

Review

Es ist bereits etliche Jahre her, da hatte ich POSTMORTEM aus Berlin einmal auf der Bühne gesehen. Das war’s dann auch schon. Hinterlassen haben die Jungs meiner Erinnerung nach nicht viel mehr als Schutt und Asche, die Bühnenshow war elektrisierend dynamisch und die Songs gingen auf Anhieb sägend ins Ohr. Genau das deckt sich mit meinem Eindruck, wenn ich mir deren neues Hämmerwerk “Bloodground Messiah“ zu Gemüte führe. Denn auf Platte wirkt der Vierer kaum anders, markiert einfachst strukturierten Death/Thrash Metal, der seine Vorzüge hauptsächlich aus Prolloknüppel und manchmal beinahe erschütternder Simplizität zieht – das wirkt Live bekanntlich um ein Vielfaches besser als aus der Dose.

Stücke wie der Opener “Under Attack“, “Santa Muerte“ oder “Can’t Wait To Eliminate“ kenne ich praktisch schon auswendig, wenn ich im Zehn-Sekunden-Rhythmus durchgezappt habe. Ob das nun ein gutes Zeichen oder eine Kritik ist, muss jeder für sich selber entscheiden, doch in meinen Ohren kann so etwas nicht über einen grundsoliden Status hinausreichen. Diesen erfüllen POSTMORTEM aber ohne Einwände. Dazu sägen die Riffs zu bedingungslos an der Nackenmuskulatur des Hörers und die Songs machen unterm Strich zu viel Spaß. Etwas unpassend kommt hingegen der Gesang von Matthias Rütz herüber, der nicht schlecht ist, aber zu sehr in den Hintergrund gedrängt wurde.

Eigentlich ist das Fazit an dieser Stelle recht schnell gezogen: Stehst du auf Primatenthrash (gar nicht mal so böse gemeint…) wie LEGION OF THE DAMNED? Magst du es simpel, streckenweise fast schon primitiv? Brett vorm Kopf? Auf die Fresse? Aua? Dann wird dich das schneidende “Bloodground Messiah“ in der Luft zerfetzen, denn wenn die Scheibe wirklich etwas kann, dann ist es zerstören. Das Ding ist schließlich wirklich was Sauberes für Feinschmecker. Ganz besonders für jene, die gerne das Blut schmecken, nachdem sie einen Haken kassiert haben. Lecker!

30.11.2012

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