Postmortem - Repulsion

Review

Schande über mich, die Haupstädter hier sind bisher ungehört an mir vorbei gelaufen. Keines der beiden Vorgängeralben berührte mein Ohr, kein Lied dieser Combo schallte in meinen Hallen wieder. Lediglich der Name war mir nicht gänzlich unbekannt, als ich nun diesen neusten Streich hier auf den Tisch vorliegen hatte. Nochmals: Schande über mich! Sollte sich nämlich herausstellen, daß das alte Material mit dem hier gebotenem mithalten kann, so sollte ich einen Kauf ernsthaft in Erwägung ziehen, ungeachtet meiner schlechten Finanzlage. Denn das hier so herrlich frisch herunter gerotzte Material könnte sich problemlos zum Verkaufsschlager im Hause Morbid Records mausern. Man hat sich zwar großspurig Death Metal auf die Fahnen geschrieben, was auch das Label nicht unerwähnt läßt, aber damit hat man eigentlich nur noch wenig zu tun. Die gute Stunde hier, unterteilt in 16 Einheiten, hat nämlich eine große Stilvielfalt zu bieten und läßt zu keinem Zeitpunkt Langweile aufkommen, bedient sich die Band doch in allen nur erdenklichen Sparten, variiert ohne komplex zu werden oder den ursprünglichen Stil zu verfälschen. Was dabei aber am meisten Spaß macht ist der dicke Groove, den die Berliner eingebaut haben: Die Songs sind zackig und fett, mitreißend und eingängig. Man wird direkt warm mit „Repulsion“ (falscher Titel!) und freut sich erneut die Play-Taste drücken zu dürfen. Die Riffs gehen dabei von heftig bis melodisch, die Geschwindigkeit ist meist stampfend, aber auch in höheren Tempibereichen verliert man nie den Überblick oder die Spannung, gekonnt baut man die Tracks so auf, daß der Wunsch, diese CD auszuschalten, komplett unterdrückt wird. Der Gesang, der ähnlich variantenreicher wie das Material ist, könnte nicht besser passen: Mal Shouting, mal Grunzen und im letzten Song covert man den ersten Track mit True Metal- Anleihen nochmal, was selbst mir zu gefallen weiß. Wer sich auf Metal mit Groove und ein klein wenig Death versteht, wird nicht an dieser CD vorbeikommen, denn dieses Scheibchen hier macht Spaß.

26.11.1998

Der metal.de Serviervorschlag

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