Poverty's No Crime - A Secret To Hide

Review

POVERTY’S NO CRIME beweisen auf jeden Fall Humor, denn nach eigenen Angaben sei das neue Album ungewöhnlich schnell entstanden. Ein Blick auf die Diskografie offenbart: das stimmt. Zwischen dem Vorgänger „Spiral Of Fear“ und „A Secret To Hide“ liegen gerade einmal fünf Jahre, wohingegen es von „Save My Soul“ zu „Spiral Of Fear“ satte neun Jahre dauerte. Klarer Fall von „Gut Ding will Weile haben“? Wir schauen mal.

POVERTY’S NO CRIME spielen leicht progressive Kost aus dem norddeutschen Tiefland

Wer es etwas genauer braucht, wird im Vergleich bei Bands wie THRESHOLD fündig, es bleibt überwiegend melodisch, mit getragenen Gesangsmelodien und dem gelegentlichen Keyboard-Einsatz, wie ihn die angesprochenen Engländer, aber auch Arjen Lucassen nur zu gerne benutzen. Dazu kommen Stücke, die nie unter sechs Minuten in die Zielgrade gehen.

Ihre Stärken spielen die Twistringer aus, wenn sie flotte Intros oder Zwischenpassagen instrumental überzeugend füllen können, wie zum Beispiel zu Beginn von „Flesh And Bone“, das knapp zwei Minuten munter vor sich hin spielt, bevor Sänger Volker Walsemann einsteigt. In den Strophen regiert dann mehr Eingängigkeit, die als Kontrast zur Verspieltheit der gesanglosen Zwischenspiele aber auch gut ins Ohr geht.

Diese Thematik zieht sich durch den Verlauf des Albums und das ist gar nicht verkehrt, eine Art Easy-Listening-Prog sozusagen, wenn es denn so etwas geben darf. Dabei fällt keine Passage negativ auf und die Songs wirken auch nicht überlang. Zudem gibt es immer wieder Momente, die einen auf die Tracklist blicken lassen, um sich zu merken, in welchem Song die Passage steck, die man gerade besonders fein findet, sei es bei der Power von „Grey To Green“ oder dem Instrumental „The Great Escape“.

„A Secret To Hide“ muss weder Geheimnis, noch versteckt bleiben

Dafür, dass „A Secret To Hide“ während der Pandemie komplett im Home-Recording entstand, klingt das Album erstaunlich schlüssig. Das könnte auch daran gelegen haben, dass die Musiker sich ohne den teuren Studio-Zeitdruck immer weiter ausprobieren konnten, bis ein Stück genau den Sound hatte, den sie sich wünschten.

Diese Spielfreunde und Verspieltheit, die das Album ausstrahlt, machen es zu einem passenden Begleiter des Spätfrühlings und die damit verbundene Lockerheit, die uns die sinkenden (und hoffentlich unten bleibenden) Inzidenzen beschert. Im Lockdown entstanden, um das Ende des Lockdowns zu feiern: „A Secret To Hide“ muss kein Geheimtipp bleiben.

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01.06.2021

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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