Pro-Pain - Voice Of Rebellion

Review

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„The Final Revolution“ ist jetzt zwei Jahre her, einen längeren Zeitraum ohne Albumrelease hat es in der Geschichte der New Yorker Hardcore-Haudegen von PRO-PAIN bisher nicht gegeben. Oftmals wird sogar im Jahrestakt Nachschlag für die Ohren geliefert. Man kann also sagen: Mit „Voice Of Rebellion“ haben sich PRO-PAIN richtig Zeit gelassen.

PRO-PAIN-Scheiben rezensieren ist wie MOTÖRHEAD-Scheiben rezensieren. Man tut sich wirklich schwer, einen Mehrwert zu schaffen, der über die Charakterisierung als „business as usual“ hinausgeht. Ich gebe mein Bestes, aber zunächst das Offensichtliche: Wir haben ein simples, um nicht zu sagen billiges Cover mit einer Pitbullschweinekette, einem wütend in sein Mikrophon schreienden Gary Meskil und natürlich dem „Star-Spangled Banner“ als Hintergrunddeko. Man fühlt sich an die 5,0-Vermarktungsphilosophie erinnert: „Nur eine einfache, schwarz-weiße Dose ! Keine goldene mit aufwändiger Prägung !“ Kein Schnickschnack, das Produkt zählt.

Und was das Produkt angeht –  dessen Stärken kennt man bei PRO-PAIN. Seit über 20 Jahren zelebriert die Band ihre metallische, nicht selten ordentlich groovende Hardcore-Interpretation, der man die geografische Nachbarschaft in Form von MADBALL, AGNOSTIC FRONT und SICK OF IT ALL deutlich anhört. Wenn man PRO-PAIN von den Genannten abgrenzen will, dann vielleicht dadurch, dass sie einfach noch etwas metallischer zu Werke gehen als MADBALL in den metallischsten Momenten.

Diese Aussage verifizieren Songs wie „Blade Of The Cursed“ auch im Bezug auf das neue Album. Im Endpart werden hier doch tatsächlich Blastbeat-ähnliche Drum Patterns ausgepackt. Auch die Double Bass hat immer wieder ihre Momente („Enraged“). Ansonsten sind es vor allem die am Genrestandard gemessen langen und melodischen Soli, die dem Ganzen ein gewisses Metal-Feeling verleihen. Fast lassen sich die Einschübe mit der Arbeit Marc Rizzos auf dem ersten CAVALERA-CONSPIRACY-Album „Inflikted“ vergleichen. Nicht immer sonderlich innovativ fördern sie doch den Abwechslungsreichtum der Scheibe. Gary Meskil trägt mit seinem soliden aber eindimensionalen Gebrüll eher weniger dazu bei.

Was soll man sagen? „Voice Of Rebellion“ ist einmal mehr ein gutes Album, das in seiner stilistischen Ausprägung vermutlich dem am nächsten kommt, was Metalcore gemäß der einfachen Wortzusammensetzung bedeutet, einer Melange aus Metal und Hardcore. Es sticht nichts heraus, auch nicht negativ, und man bekommt Lust auf Bewegung. Mehr wollen die Jungs doch auch nicht, oder?

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11.06.2015

What has to happen in a person's life to become a critic anyway?

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