Psycroptic - Symbols Of Failure

Review

Das tasmanische Quartett PSYCROPTIC konnte mit den beiden Vorgängern „The Isle Of Disentchantment“ und „The Scepter Of The Ancients“ sowie einigen Touren auf sich aufmerksam machen und legen nun mit ihrem Drittwerk „Symbols Of Failure“ nach.
Die Marschrichtung bleibt bei den Tasmaniern gleich: technisch anspruchsvoller Death Metal mit deutlichen Parallelen zu Frickel-Combos wie CRYPTOPSY oder CYNIC.
An den Instrumenten stehen die vier tasmanischen Teufel ihren Konkurrenten aus Übersee auch in nicht viel nach. Nur machen vier exzellente Musiker noch lange kein Killer-Album.
PSYCROPTIC suhlen sich auf „Symbols Of Failure“ zu oft in ihrem eigenen musikalischen Können (das unzweifelhaft vorhanden ist), verlieren dabei aber zu oft den Songs aus den Augen.
Ich bin der progressiven und komplexen Spielweise, gerade aus dem Extrem-Bereich ja sehr zugeneigt, doch PSYCROPTIC kommen einfach nicht auf den Punkt. Wie bei ATHEIST und Konsorten wimmelt es vor halsbrecherischen Breaks, komplexem Riffing, vertracktem Schlagzeugspiel und geilen Bassläufen.
Es ist schwierig festzuhalten, warum es bei manchen Frickel-Combos funktioniert und bei manchen nicht. Aber nach etlichen Durchläufen von „Symbols Of Failure“ muss ich feststellen: Hier werkeln vier sehr gute Musiker, die aber allzu oft das Ziel der Songs aus dem Auge verlieren, es knallt ganz einfach nicht!
Ein gutes Riff kann auch mal ruhig zumindest 20 Sekunden ausgespielt werden oder irgendwann mal wiederholt werden. Bei PSYCROPTIC wirkt vieles wie Stückwerk. Durchaus nicht lieblos zusammengeflickt, aber irgendwie halt doch nur Stückwerk.
Hier wollten die Musiker zu viel und sind an den eigenen Ansprüchen gescheitert. Herausgekommen ist ein komplexes Knüppelwerk ohne richtige Reißer.
Schade, denn unter den Voraussetzungen wäre mehr drin gewesen.
Beim nächsten Mal das wesentliche bitte nicht vergessen: den Arschtritt!

Anspieltipp zum Reinhören: „Epoch Of The Gods“.

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09.08.2006

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1 Kommentar zu Psycroptic - Symbols Of Failure

  1. el topo sagt:

    stückwerk statt songs?… ok, mag zum teil zutreffen aber wenn die einzelnen parts so viel spaß machen wie in diesem fall seh ich drüber weg… auch wenn es an technischer demonstration evtl. mal zu viel des gutes ist;)

    8/10