Rökkr - Rökkr

Review

Bei RÖKKR handelt es sich mehr oder weniger um ein Solo-Projekt des umtriebigen Amerikaners Kyle House (u a. DECREPISY, Ex-VASTUM), der bei seinem Vorhaben von Adam Perry (Ex-VASTUM) an den Drums unterstützt wurde. Eingespielt wurde das selbstbetitelte Debüt bereits im Winter 2011 unter der Führung von Produzent Jeff Davis, der kurz darauf leider bei einem Motorradunfall ums Leben kam. Stilistisch widmen sich RÖKKR vor allem dem Sound der Viking-Ära von BATHORY, der hier zusammen mit einer ordentlichen Schippe rohem Death Metal in einer überaus barbarischen Ausprägung zelebriert wird.

KURZ NOTIERT: RÖKKR satteln das Drachenboot

Man darf sich zunächst natürlich fragen, warum man ein fünf Track starkes Album mit einem dreiminütigen Instrumentalintro eröffnen muss, wobei die Scheibe mit über 30 Minuten eine durchaus stolze Länge hat. Zumal der Gesang nicht unbedingt zu den Highlights bei RÖKKR gehört. Hatte man beim von BATHORY-typischen Marschrhythmen durchzogenen „Oath of Blood“ zunächst das Bedürfnis, lautstark „tomorrow is a fine day to die“ dazwischen zu brüllen, verpassen die kurz darauf einsetzenden Krümelmonster-Growls dem Ganzen einen leichten Dämpfer und erweisen sich im weiteren Albumverlauf als Hauptstörfaktor.

Auch beim ganz ähnlich gestrickten „Blackest Dawn“ sind RÖKKR merklich um Wikinger-Epik bemüht; bei „Into the Ice“ und dem 10-Minüter „Winter“ werden der rohen Schlachtplatte außerdem noch ein paar schwere Doom-Riffs hinzugefügt, wobei besonders ersteres etwas zu eintönig vor sich hindümpelt. RÖKKR orientieren sich gleich in mehrfacher Hinsicht am Vorbild Quorthon: eine rohe (hier aber druckvolle) Produktion, kauziger Gesang (oder in diesem Fall Gebrüll), episch angelegte Rhythmik und zwischendurch ein paar leicht schiefe Soli; dazu der typische Hauch von Ein-Mann-Projekt. Wirklich schlecht ist das nicht, RÖRRK liefern aber kaum Gründe, stattdessen nicht einfach mal wieder „Blood Fire Death“, „Hammerheart“ oder die „Nordland“-Alben herauszukramen.

09.12.2021

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