Rose Tattoo - Blood Brothers - Special Tour Edition

Review

Galerie mit 26 Bildern: Rose Tattoo - European Tour 2020 in Hannover

ROSE TATTOO haben mit AC/DC mehr gemeinsam als die musikalischen Vorbilder, die musikalische Ausrichtung und die gemeinsame Heimat Australien. So gesehen gibt’s zu dieser Band nicht viel zu erklären. Außer vielleicht, dass ROSE TATTOO immer einen tick wilder, härter, extremer waren. Und leider nie einen so einzigartigen Songwriter wie Bon Scott in ihren Reihen hatten.
Bon Scott, AC/DCs einzig wahrer Sänger war es, der ROSE TATTOO ihren ersten Plattendeal vermittelte. sagt zumindest die Legende.
Tatsache ist allerdings, dass beide Bands stets in ausgesprochen freundschaftlichem Verhältnis zueinander standen und nie versuchten ihre Fans zu polarisieren, wie dies bei z.B. BLUR und OASIS der Fall war. Okay, blödes Beispiel, blöde Bands. OASIS zumindest.

Da die TATTS, wie sie von ihren Fans liebevoll genannt werden, den Rock’n’Roll nicht nur propagierten sondern auch selbst teilweise bis zum Exzess lebten, waren in der Band Umbesetzungen auf Dauer unvermeidbar. Es sei denn, man hätte den Sound der fünf grundsätzlich ändern wollen. Diese Option bestand glücklicherweise nie.

Nachdem Ex-Bassist Ian Rilen und Slidegitarrist Pete Wells relativ kurz nacheinander verstarben setzten die verbleibenden und auch neuen TATTS den beiden mit „Blood Brothers“ ein musikalisches Denkmal.
So lobenswert dieses Ansinnen ist, so wenig lobenswert fiel das Resultat aus. Mit ihrem siebenten Studioalbum, einer eher faden Rock’n’Roll-Scheibe, konnte die bunte (bunt tätowierte) Truppe bestenfalls an den Vorgänger „Pain“ (2002) anknüpfen, nicht jedoch das Niveau alter Tage erreichen.
Da ROSE TATTOO über einen fetten Hitkatalog verfügen und nach wie vor eine exzellente Liveband sind ist das nicht weiter tragisch. Hiervon zeugt die „Special Tour Edition“ von „Blood Brothers“, das jetzt mit einer DVD, aufgezeichnet in Wacken 2006, wieder veröffentlicht wird. Vermutlich zum Ärger all jener, die sich das Album bereits im vergangen Jahr gekauft haben.

Neben einem echt coolen, ca. einstündigen Liveauftritt, der fast keine Wünsche offen lässt (außer „The Butcher & Fast Eddie“) und mit dem vormals böhsen Onkel Gonzo einen sagenhaften Gaststar hat gibt’s ein 70-minütiges Interview mit der aktuellen Bandbesetzung.
Weniger Interview und mehr Musik wären meiner Meinung nach wünschenswert gewesen.
Dafür, dass das dies die erste offizielle ROSE TATTOO-Live DVD ist, fällt sie unspektakulär aus. Egal, so kann man die Aussies endlich mal in den heimischen vier Wänden erleben und sich weiter auf ein ansprechenderes Produkt freuen.

06.06.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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