RPWL - Beyond Man And Time

Review

Nicht ganz zwei Jahre nach der Jubiläums-Retrospektive “The Gentle Art Of Music” stehen die bayrischen Progressive-Rocker RPWL mit dem brandneuen Werk “Beyond Man And
Time” bereits wieder auf der Matte. Fans der Band werden an dieser Stelle natürlich schon längst den Einkaufszettel um eine weitere Position ergänzt haben. Es gibt aber noch einen weiteren Grund sich dieses Album zu kaufen. RPWL haben sich das erste Mal in ihrer Karriere an ein Konzeptalbum gewagt.

Hierzu haben sich RPWL an Nietzsche und dessen Werk “Also Sprach Zarathustra” orientiert und eine eigene Geschichte um einen Protagonisten, der auf der Suche nach Erkenntnis ist, ersonnen. Kein leichter Stoff, der musikalisch auch adäquat umgesetzt werden will. Hierbei kommt der Band ihre Vergangenheit und hier speziell ihre Anfänge als PINK FLOYD-Coverband zu Hilfe. Die für die Briten typischen getragenen Instrumentalpassagen dienen RPWL als optimaler Unterbau für die Story, deren Entwicklung man so quasi bildlich folgen kann. Darüber hinaus bietet “Beyond Man And Time” alles, was der Fan von der Band erwartet. Die Arrangements der Songs sind natürlich über jeden Zweifel erhaben. Es bleibt genug Platz in den Songs, das sich jeder Musiker hier und da mit seinem Instrument in den Fokus spielen kann. Allen voran die Gitarrenarbeit von Kalle Wallner kann sich sehen lassen, flechtet er doch immer wieder schöne Melodien in sein Spiel mit ein. Und über allem thront natürlich die warme, charismatische, einem David Gilmour nicht unähnliche Stimme von Yogi Lang, der es blendend versteht die einzelnen Stationen der Reise des Protagonisten in empathischer Art zu interpretieren.

Dass es sich bei “Beyond Man And Time” um ein Album handelt, das man sich öfter als ein, zwei Mal anhören muss, dürfte auf der Hand liegen. Natürlich sollte man sich auch die entsprechende Zeit dafür nehmen (wie bei fast allen Progressive-Rock-Platten), um vollends in die Geschichte und ihre musikalische nicht weniger anspruchsvolle Instrumentierung einzutauchen. Alleine das sechzehnminütige Opus “The Fisherman” bietet viele Facetten, die man beim ersten Durchlauf nicht alle erfasst. Aber auch die anderen Tracks wie “We Are What We Are” oder “Unchain The Earth” können alle durch die Bank überzeugen und fesseln den Hörer schon nach wenigen Takten.

Unter dem Strich bleibt also eine Platte – deren einziger Kritikpunkt der fast nicht vorhandene Einsatz von verzerrten Gitarren ist – die man jedem Fan bedenkenlos ans Herz legen kann. Das Experiment Konzeptalbum haben RPWL mit Bravur bestanden und RPWL beglücken uns mit einem weiteren wunderbaren Stück Musik. Als Bonus gibt es zu dem normalen Album eine limitierte Auflage, der eine Bonus-CD beiliegt, die die Geschichte in Hörbuchform enthält. RPWL jedenfalls gehören zu dem Besten, was Prog-Deutschland zu bieten hat und das auch hoffentlich noch lange.

 

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01.03.2012

Der metal.de Serviervorschlag

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